Artikel über Shoah

Verbrannte Bücher liegen in der ausgebrannten Bücherbox in der Nähe des Mahnmals "Gleis 17"
Disko Der wachsende Widerwille, an die Verbrechen des Nationalsozialismus zu erinnern

Gegen die regressive Erinnerungskritik

Die Erinnerung an die Nazi-Verbrechen wird kritisiert, und zwar nicht nur seitens der AfD, sondern auch von Linken, die die »German guilt« als Hindernis ansehen, ihrem Israelhass zu frönen. Von mehr...
Im Frankfurter »Treffpunkt« können Überlebende der Shoah zusammenkommen
Inland Viele Jüdinnen und Juden, die den Holocaust überlebt haben, fristen ihren Lebensabend in Deutschland in Altersarmut

Shoah-Überlebende leben in Armut

Viele Shoah-Überlebende in Deutschland sind heute auf die Grundsicherung angewiesen und leben damit in relativer Armut. Die meisten von ihnen kommen aus der ehemaligen Sowjetunion. Im Gegensatz zu den Spätaussiedler:innen werden ihre dortigen Berufsjahre in Deutschland nicht anerkannt. Von mehr...
Besucher des KZ Buchenwald am Tor des Lagers mit dem Schriftzug »Jedem das Seine«, 1960
dschungel Ahlrich Meyer, Politologe und Historiker, im Gespräch über die Herausforderungen der frühen Holocaustforschung

»Eine totalitäre Welt«

Von der Verdrängung über die Zeugenschaft, Dokumentation und Aufarbeitung zur Instrumentalisierung, Ritualisierung und Historisierung. Ahlrich Meyer, emeritierter Professor für Politische Theorien und Politische Ideengeschichte, spricht über die verschiedenen Phasen der Aufarbeitung des Holocaust. Und darüber, was die Holocaustforschung vergessenen Pionieren wie dem Trotzkisten David Rousset zu verdanken hat. Interview Von mehr...
Eva Bruhns (Katharina Stark) wartet vor der ­elterlichen Kneipe darauf, dass ihr Verlobter sie abholt
dschungel Der Auschwitz-Prozess im Serienformat und die Frage nach der Abbildbarkeit der Shoa

Miniserie »Deutsches Haus«: Der Abgrund blickt nicht mehr zurück

Der Auschwitz-Prozess inmitten der Trübnis einer postfaschistischen BRD: Die Miniserie »Deutsches Haus« überzeugt mit ihrer dekonstruktiven Erzählweise und nutzt das Format für die Vergegenwärtigung schuldhafter Vergangenheit. Debatten wird die Serie nicht auslösen, vorzuwerfen ist es ihr aber nicht. Von mehr...
Dialog: »Welche Farbe hat die Erinnerung?« »Welche Farbe?« »Schwarz.«. Panel aus »Die Farbe der Erinnerung«
dschungel Die Graphic Novel »Die Farbe der Erinnerung« von Barbara Yelin über die Shoah-Überlebende Emmie Arbel

Der Sprache Platz machen

Die Shoah-Überlebende Emmie Arbel spricht seit Jahren in Gedenkstätten und Schulen als Zeitzeugin über den Nationalsozialismus. Die Zeichnerin Barbara Yelin hat Arbels Lebensgeschichte nun eine Graphic Novel gewidmet. Von mehr...
Verwüstetes Haus im Kibbuz Nir Oz, 30. Oktober
dschungel Videos der Hamas dokumentieren die ungeheure Brutalität des Massakers

Vernichtender Hass

Eine Filmvorführung in der israelischen Botschaft in Berlin konfrontiert mit dem Grauen des 7. Oktober. Die Brutalität des Vorgehens der Hamas sollte auch dem Letzten den Charakter der Terrororganisation vor Augen führen. Von mehr...
Mime mit einer Weltkugel
Antifa Reichsbürger tarnen sich als jüdische Gemeinden

Antisemitische Mimikry

Reichsbürger bezeichnen sich als jüdische Gemeinden, gründen entsprechende Vereine und beantragen sogar staatliche Fördergelder. Was steckt dahinter, wenn sich Antisemiten als Juden ausgeben? Von mehr...
Am 27. Juni 2018 wurden im Sejm kontroverse Paragraphen im sogenannten Holocaust-Gesetz zurück­genommen
dschungel Der Kampf um die Erinnerung an die Shoah in Polen

Die Rettung des nationalen Selbstbilds

Die Erinnerungskämpfe um die Shoah, die in Polen von nationalkonservativer Seite geführt werden, dienen dieser oft dazu, Souveränität zu behaupten – die Debatte im Land ist dabei aber vielschichtiger und kontroverser, als man es sich in Deutschland gern vorstellt. Von mehr...
Monument in Jedwabne, Aufschrift auf polnisch, hebräisch und jiddisch
Interview Agnieszka ­Pufelska, Wissenschaftlerin, im Gespräch über Antisemitismus in Polen

»Nach polnischem Recht haben Sie sich soeben strafbar gemacht«

In Polen hat sich eine offizielle Geschichtsschreibung etabliert, die Antisemitismus in der polnischen Geschichte tabuisiert. Kritische Historiker werden angegriffen oder müssen sogar mit rechtlichen Konsequenzen rechnen. Ein Gespräch mit der Historikerin Agnieszka Pufelska über nationalistische Geschichtspolitik und die Geschichte des Antisemitismus in Polen. Interview Von mehr...
Fabian Wolff
Inland Die deutsche Erinnerungspolitik begünstigt Verhalten wie jenes des Publizisten ­Fabian Wolff

Es gibt keine Täter mehr

Dass sich der Publizist Fabian Wolff eine jüdische Identität herbeiphantasierte, ist nur im Kontext der deutschen Erinnerung an die Shoah zu verstehen. Von mehr...
Nur online
Fabian Wolff
Inland Die politische Dimension des Falls Fabian Wolff

Die Entpolitisierung einer Scharlatanerie

Fabian Wolff galt als junger jüdischer Autor, der Kritik an Israel und die BDS-Bewegung verteidigte. Nun gestand er, keine jüdischen Vorfahren zu haben. Aus der Beichte machte er ein weiteres Kapitel seiner Identitätsprosa. Kommentar Von mehr...
Stephan Lessenich im Treppenhaus des Instituts für Sozialforschung
dschungel Wie die Reflexion auf die Shoah in die Kritische Theorie kam und warum sie wieder daraus vertrieben wird

Kritische Theorie ohne Auschwitz

Ein umfangreiches Programm samt buntem Abend in der »Petite Auberge Aufbruch«: Seinen 100. Geburtstag feiert das Frankfurter Institut für Sozialforschung unter seinem neuen Direktor Stephan Lessenich unter Ausschluss des für die Kritische Theorie elementaren Themas: der Vernichtung der europäischen Juden. Warum die Beschäftigung mit dem Holocaust in das Zentrum des philosophischen Denkens rückte, wie es daraus wieder vertrieben wird und warum das Forschungsinstitut diese Entwicklung noch befördert. Essay Von mehr...
Michal Govrin
dschungel Michal Govrin porträtiert in »Strandliebe« die Kinder von Shoah-Überlebenden

Sommer in Ashkelon

Der Roman der israelischen Schriftstellerin und Theaterregisseurin Michal Govrin handelt von der zweiten Generation der Überlebenden, die den hedonistischen Aufbruch wagt. Platte Buch Von mehr...
Shelly Kupferberg
dschungel Shelly ­Kupferbergs Debütroman »Isidor. Ein jüdisches Leben«

Vielstimmiges Porträt

Die in ­Berlin lebende Journalistin zeichnet ein ergreifendes Porträt ihres Urgroßonkels. Platte Buch Von mehr...
Berlin- Tiergarten
Disko Das diesjährige Gedenken an NS-Opfer läuft Gefahr, den Nationalsozialismus zu instrumentalisieren

Vergangenheitsüberwältigung

Das Gedenken an queere Opfer des Nationalsozialismus wendet den Begriff auf eine historische Zeit an, in der es das Konzept von Queerness noch nicht gab. Diskriminierung und Verfolgung sexueller Minderheiten und abweichender Lebensentwürfe sind allerdings nicht allein spezifisch für den deutschen Nationalsozialismus, sondern älter als dieser und treten auch in anderen Ländern auf. Das lässt sich aufarbeiten und kritisieren, ohne in Opferkonkurrenz treten zu müssen. Disko Von mehr...