Von Tunis nach Teheran

s
Bildquelle: Screenshot Deutschlandfunk

 

In Deutschland nimmt man gerade übel: Dass unter Ägide der Trump-Administration Israelis und arabische Staaten Frieden schließen, ohne dabei die ganz großen Friedensexperten, nämlich die Deutschen auch nur zu fragen.

Eine ohne Kopftuch Fahrrad fahrende Frau hat in der Stadt Najafabad im Zentrum des Iran für Tumult gesorgt. Die Radfahrerin sei festgenommen worden, erklärte der örtliche Verwaltungspräsident Modjtaba Raie am Dienstag laut der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA. Ihr würden „Normbruch und Respektlosigkeit gegenüber den islamischen Kleidervorschriften“ vorgeworfen. Am Dienstag fand in der ultrakonservativen Stadt zudem eine Protestaktion gegen die Radlerin statt.

 

2020 stellt im Nahen Osten eine Zeitenwende dar. Zum ersten Mal schließen arabische Staaten einen "warmen" Frieden mit Israel und geben sich dabei ganz selbstbewusst.

 

i
Photoshooting in den Emiraten, Bildquelle: Gulfnews

 

Die Erbschaft des alten Nahen Ostens findet sich fast täglich in der Region. Eine davon: Massengräber.

 

m

 

Meldung 1:

a
Bildquelle: GPO

 

Zwischen Israel und den Golfstaaten passiert einiges in beeindruckendem Tempo:

Meldung Eins:

Mit einer Fatwa wurde im Vorfeld gezielt gegen den Lehrer Samuel Paty  gehetzt, der dann brutal ermordet von einem aus Teschetschenien stammenden Islamisten ermordet wurde, weil er im Unterricht Mohammad Karikaturen gezeigt hatten.

Die, die zur Tat anstachelten stammten aus dem Pariser Hamas-Sympathisanten-Netzwerk:

Es stellt eine Herausforderung dar, nach fast zehn Jahren in nur 90 Minuten zu versuchen, den Konflikt in und um Syrien so zusammenzufassen, dass auch Leute ihn verstehen, die sich nur bedingt für die ganze Region interessieren.

Mit "Blackbox Syrien" ist es den Filmemachern gelungen, so weit dies irgendwie überhaupt geht. Und ich weiß, zum Teil haben sie das auch der Beratung Oliver M. Piecha, den die Leserinnen und Leser der Jungle World recht gut kennen dürften, zu verdanken.

Die Verhaftung des amtierenden Führers der Bruderschaft, Mahmoud Ezzat, am 28. August war nicht bloß ein kleiner Zwischenfall für die Muslimbrüder, sondern ein schwerer Schlag für die Gruppe in Ägypten, weswegen sich die Gruppe zum ersten Mal gezwungen sah, ihre Führung nach Europa zu verlegen. Dies stellt eine erhebliche Bedrohung für den Kontinent dar.

 

In der Nacht vom 8. auf den 9. September brannten große Teiles des Flüchtlingslagers Moria auf Lesbos ab, in der darauffolgenden Nacht der Rest. Seitdem gibt es viele offene Fragen, wie es dazu kommen, wer ein Interesse an diesem Brand hätte haben können, warum an verschiedenen Stellen gleichzeitig die Brände ausbrachen und gewisse Teile des Lagers völlig nieder brannten während andere bis heute stehen.

a
Internierte Flüchtlinge in Libyen, Bild: Marsad

 

Neues aus Libyen, jener Hölle für Flüchtlinge und seinen Milizen, die, wenn sie sich nur Küstenwache nennen, begehrte Kooperationspartner der EU sind;

Die Caritas Österreich kann oder will seit über sechs Monaten nicht offenlegen, was mit den Geldern geschehen ist, die sie für die Flüchtlingshilfe in Moria gesammelt hat.

 

a
Im neuen Camp auf Lesbos, Bild: Moria White Helmets

 

Entweder hat die Organisation „Seebrücke“ in Frankfurt grob fahrlässig gehandelt, oder sie hat kein Problem mit Israelhassern.

 

a
Auf dem Weg nach Athen, Abschied in Moria, Bild: Aman Hussein/MCAT