Von Tunis nach Teheran

Zeitgleich mit der gezielten Tötung des Anführers des Islamischen Jihad (JI) in Gaza fand ein Anschlag auf seinen Chef in Damaskus, Akram al-Ajouri, statt. Der konnte entkommen, sein Sohn starb.

Seit Jahrzehnten sitzen Terrorführer geschützt vom syrischen Staat mit bekannter Adresse in Damaskus und organisieren ungehindert von dort ihr blutiges Geschäft.

Bericht einer Gruppe von Jesiden, die in Bagdad ein Zeichen der Solidarität setzen wollten

 

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Wenn der UN-Menschenrechtsrat nicht gerade Israel an den Pranger stellt, beschäftigt er sich bevorzugt damit, den schlimmsten Regimen der Welt Persilscheine in Sachen Menschenrechte auszustellen. Gerade war der Iran dran.

 

Meldungen, die es kaum noch in die Schlagzeilen schaffen. Geht schließlich nur um ein paar Kriegsverbrechen in Syrien:

Russia and the Assad regime have bombed more than 60 medical facilities in northwest Syria since launching an offensive in late April, according to the UN.

Wer glaubte, die jüngsten Entwicklungen in Nordostsyrien und die Bilder von Flucht, Zerstörung und Elend würden zu einer Welle kurdischer Solidarität führen, dürfte einmal mehr mit Erstaunen feststellen, dass auch in Zeiten höchster Not von irgendeiner Brüderlichkeit zwischen den verschiedenen kurdischen Parteien wohl kaum die Rede sein kann.

 

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Muslime sind für Viktor Orban offenbar nur ein Problem, wenn sie als Flüchtlinge kommen. Zumindest mit dem türkischen Präsidenten verbindet ihn eine so tiefe Freundschaft, dass Ungarn sogar ein Veto eingelegt hatte, als die EU den türkischen Einmarsch in Nordostsyrien verurteilen wollte. 

Wie EA berichtet ist es Bewohnern der Kleinstadt Kafr Takharim gelungen, einen Übernahmeversuch der islamistischen Hay’at Tahrir al-Sham abzuwehren:

Pro-opposition outlets say an attempt by HTS convoys to take over Kafr Takharim in northwest Idlib Province, effectively suspending its local council, was prevented by protests on Wednesday.

Der atheistische Blogger und Menschenrechtsaktivist Ahmed Harkan ist einer der bekanntesten Religionskritiker in Ägypten. Nun wurde er aufgrund seiner Meinungsäußerung festgenommen. Zuvor trat er wegen Repressalien in den Hungerstreik.

 

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(Ahmed Harkan brach wegen seines Hungerstreiks zusammen. Das Foto zeigt ihn im Krankenhaus. Bild: Privat)

Seth J. Frantzman schreibt in der Jerusalem Post über die UN im Irak, die statt Regierung und Milizen lieber die Demonstranten kritisiert:

Im Gaza hat es erneut Proteste gegen die Hamas gegeben:

A rare public anti-Hamas protest took place in Gaza following the death of a 28-year-old man who’d been thrown from the window of his own home by the terror group’s security services. (...) with the participants chanting: “Hamas are murderers.”

 

Ausnahmsweise gibt es mal positive Nachrichten von der palästinensische Regierung zu berichten, endlich kommt sie Forderungen von Frauenrechtsorganisationen nach und hebt das Heiratsalter auf achtzehn Jahre. Die Entscheidung kommt viel zu spät, aber besser jetzt als nie. Wie überall in der Region stellen so genannte Kinderehen eine enormes Problem dar.

Auch wenn es dem Iran und seinen Verbündeten noch einmal gelingen sollte, die Proteste im Irak und im Libanon mit brutaler Gewalt zu unterdrücken, können sie eines wohl nicht mehr verhindern: Dass ihre wahnhaften Verschwörungstheorien langsam zerfallen.

 

Besinnt sich dieser Tage und nach ihrem kläglichen Scheitern in Syrien, die UN auf jene Zeit zurück, als erstmals eine internationale Organisation gegründet wurde, die sich um Minderheiten und Menschenrechte kümmern sollte?

Im Irak geht es weiter:

Protesters in Iraq's capital and its south shut down streets, schools and government offices Sunday, AFP's correspondents said, escalating the month-long movement demanding change to the country's political system.

In Baghdad, university-age demonstrators parked cars in the middle of main thoroughfares, blocking traffic on the first day of the work week in the Muslim-majority country.

Bis vor kurzem waren dreirädrige sogenannte Tuk-Tuk Taxis im Irak unbekannt. Angesichts der ökonomischen Krise erfreuten sie sich dann vor allem in den Slums von Bagdad wachsender Beliebtheit als billige Alternative zu herkömmlichen Taxis.

 

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