Beiträge zu Literatur

Pier Vittorio Tondelli mit einem Buch in der Hand und einer Tabakpfeife im Mund
2025/47 dschungel In seinem letzten Roman »Getrennte Räume« verhandelte Pier Vittorio Tondelli seine Aidserkrankung und seinen schwulen Selbsthass

Im Bewusstsein der Krankheit

Der italienische Schriftsteller Pier Vittorio Tondelli schrieb seinen letzten Roman »Getrennte Räume« während seiner Aids-Erkrankung. Das 1989 erstmals veröffentlichte Buch beschreibt die Reise des Protagonisten Leo durch mehrere Länder – und den Selbsthass, der ihn quält.
Azar in einem ihrer Literaturseminare, vor einer Kreidetafel
2025/47 dschungel Der Film »Lolita lesen in Teheran« über eine iranische Lehrerin, die mit ihren Schülerinnen verbotene Klassiker liest

Jungle+ Artikel Eine idealistische Professorin

2003 erschien »Lolita lesen in Teheran«. Nun ist das autobiographische Buch der Literatur­wissenschaftlerin Azar Nafisi, in dem sie darüber berichtet, wie sie als Lehrerin im Iran der Mullahs mit ihren Schülerinnen Klassiker der Weltliteratur las, verfilmt worden.
Frau-mit-Whiskey.jpg
2025/45 dschungel Antonia Löffler Auszug aus dem Roman »Hydra«

Jungle+ Artikel Der Himmel über JFK

Freitagabend in einer Bar am John F. Kennedy International Airport (JFK). Anne, die Hauptfigur des Romans, ihr Freund Jacob und Leo, ein Barbesucher, haben dasselbe Ziel: Wien. Weil sie ihren Flug verpasst haben, besteht das Alternativprogramm in der letzten offenen Bar am Flughafen aus einer Football-Übertragung und Whiskey. Das Gespräch plätschert dahin und führt zurück auf die griechische Insel Hydra, auf der sich vor 30 Jahren die Eltern der Protagonisten begegnet sind. Ein Auszug aus dem Roman »Hydra«.
Leo Löwenthal, 1982
2025/44 dschungel Frankfurter Schule – Leo Löwenthals Überlegungen zur Literatur sind noch immer relevant

Spiegel der Gesellschaft

Zum 125. Geburtstag von Leo Löwenthal: Literatur betrachtete der Soziologe nicht isoliert, sondern als historischen Ausdruck des gesellschaftlichen Zusammenlebens. Seine ideologiekritische Perspektive auf literarische Werke und ihre Rezeption gewinnt gerade im Zeitalter digitaler Massenmedien neue Relevanz.
Paul Scheerbart
2025/41 dschungel Das Leben des Erfinders, Architekturliebhabers und Schriftstellers Paul Scheerbart, der vor 110 Jahren starb

Jungle+ Artikel Dynamitgrüße vom Architekturenthusiasten

Der Schriftsteller Paul Scheerbart, der 1915 in Berlin starb, verfasste, wenn er sich nicht gerade betrank, ­phantastische Literatur. Zu den Freunden des Architekturliebhabers, Science-Fiction-Pioniers und ­Hobby-Erfinders gehörte Erich Mühsam, Walter Benjamin bewunderte ihn.
Schwarz-wqeiß-Bild einer Frau, die in die Kamera schaut und ihr Kinn dabei leicht auf ihren zusammengefalteten Händen abstützt
2025/39 dschungel Die Schriftstellerin Jean Rhys legte mit »Die weite Sargassosee« einen feministischen Roman über den britischen Kolonialismus vor

Wütend statt verrückt

Die im britischen Kolonialgebiet auf den westindischen Inseln ­geborene Schriftstellerin Jean Rhys veröffentlichte 1966 ihren Roman »Die weite Sargassosee«, der nicht nur eine Art Prequel zu Charlotte Brontës »Jane Eyre« darstellt, sondern auch eine feministische Kritik am Empire und der Sklaverei beinhaltet.