Beiträge zu Literatur

Nelio Biedermann
2026/09 dschungel Warum der Schriftsteller Nelio Biedermann zu Unrecht als »Wunderkind« gehandelt wird

Wunderkind mit Gleichgewichtsstörung

Der 2003 geborene Schriftsteller Nelio Biedermann wird als Ausnahmetalent gefeiert. Sein kürzlich erschienener Roman »Lázár«, der Anleihen bei seiner Familiengeschichte nimmt, beeindruckt zunächst zwar sprachlich, erweist sich aber als platt und banal.
Der Komponist ­Morton Feldman in Amsterdam, 1976
2026/07 dschungel Zum 100. Geburtstag des 1987 gestorbenen Komponisten Morton Feldman

Extrem zart

Sein Thema war die abstrakte Er­fahrung: Der Komponist Morton Feldman wäre in diesem Jahr 100 geworden. Sein Werk, eine Absage an die Konventionen der Musik­institutionen, dreht sich um die Autonomie des Klangs – und war maßgeblich von der Literatur Samuel Becketts inspiriert.
Porträt Else Feldmann
2026/05 dschungel Warum die Arbeiterschriftstellerin zu Unrecht vergessen ist

Jungle+ Artikel Die Auslöschung und Wiederfindung der Else Feldmann

In ihren Artikeln und Romanen schilderte die jüdische Autorin Else Feldmann, die später von den Nazis ermordet wurde, das Leben in Armut, das sie selbst kannte. Die literarische Anerkennung blieb ihr verwehrt. Aber ganz vergessen ist ihr beachtliches Werk nicht.
Beheizte Terrasse vor dem Café Landtmann in Wien, 1929
2026/05 dschungel Auszug aus dem Roman »Der Leib der Mutter«

Jungle+ Artikel Der Leib der Mutter

Der Journalist Absalon Laich kehrt nach einigen Jahren in New York nach Wien zurück und verfasst dort Reportagen. Er lebt zur Untermiete in einem schäbigen Viertel und wird Zeuge von häuslicher Gewalt, Kindsmord, Abtreibung und fortschreitender Verwahrlosung – auch der eigenen, als er seine Arbeit in der Zeitung verliert.
Pier Vittorio Tondelli mit einem Buch in der Hand und einer Tabakpfeife im Mund
2025/47 dschungel In seinem letzten Roman »Getrennte Räume« verhandelte Pier Vittorio Tondelli seine Aidserkrankung und seinen schwulen Selbsthass

Im Bewusstsein der Krankheit

Der italienische Schriftsteller Pier Vittorio Tondelli schrieb seinen letzten Roman »Getrennte Räume« während seiner Aids-Erkrankung. Das 1989 erstmals veröffentlichte Buch beschreibt die Reise des Protagonisten Leo durch mehrere Länder – und den Selbsthass, der ihn quält.
Azar in einem ihrer Literaturseminare, vor einer Kreidetafel
2025/47 dschungel Der Film »Lolita lesen in Teheran« über eine iranische Lehrerin, die mit ihren Schülerinnen verbotene Klassiker liest

Jungle+ Artikel Eine idealistische Professorin

2003 erschien »Lolita lesen in Teheran«. Nun ist das autobiographische Buch der Literatur­wissenschaftlerin Azar Nafisi, in dem sie darüber berichtet, wie sie als Lehrerin im Iran der Mullahs mit ihren Schülerinnen Klassiker der Weltliteratur las, verfilmt worden.
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2025/45 dschungel Antonia Löffler Auszug aus dem Roman »Hydra«

Jungle+ Artikel Der Himmel über JFK

Freitagabend in einer Bar am John F. Kennedy International Airport (JFK). Anne, die Hauptfigur des Romans, ihr Freund Jacob und Leo, ein Barbesucher, haben dasselbe Ziel: Wien. Weil sie ihren Flug verpasst haben, besteht das Alternativprogramm in der letzten offenen Bar am Flughafen aus einer Football-Übertragung und Whiskey. Das Gespräch plätschert dahin und führt zurück auf die griechische Insel Hydra, auf der sich vor 30 Jahren die Eltern der Protagonisten begegnet sind. Ein Auszug aus dem Roman »Hydra«.
Leo Löwenthal, 1982
2025/44 dschungel Frankfurter Schule – Leo Löwenthals Überlegungen zur Literatur sind noch immer relevant

Spiegel der Gesellschaft

Zum 125. Geburtstag von Leo Löwenthal: Literatur betrachtete der Soziologe nicht isoliert, sondern als historischen Ausdruck des gesellschaftlichen Zusammenlebens. Seine ideologiekritische Perspektive auf literarische Werke und ihre Rezeption gewinnt gerade im Zeitalter digitaler Massenmedien neue Relevanz.