Beiträge zu Brandenburg

Andreas Büttner guckt skeptisch
2026/03 Small Talk Andreas Büttner, Brandenburger Antisemitismusbeauftragter, im Gespräch über die Angriffe auf ihn

»Antisemitische Gewalt darf nicht relativiert werden«

Gleich zwei Attacken trafen den Antisemitismusbeauftragten des Landes Brandenburg und Politiker der Linkspartei, Andreas Büttner, Anfang des Jahres. Zunächst war ein Brandanschlag auf einen Schuppen auf seinem Grundstück verübt und auf sein Wohnhaus zudem ein rotes Dreieck gemalt worden, das die Hamas und ihre Sympathisanten verwenden, um Feinde zu markieren. Kurz darauf ging beim Landtag in Brandenburg ein Brief mit einer Morddrohung gegen Büttner ein. Die »Jungle World« sprach mit Andreas Büttner über die Angriffe, die Reaktion seiner Partei auf diese und linken Antisemitismus.
Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD, M.) und sein Stellvertreter Robert Crumbach  (vormals BSW, l.) gehen eine Treppe hinunter
2026/03 Inland Das BSW regiert nicht mehr mit in Brandenburg

Die Klandestinsten unter den Klandestinen

Das BSW setzt seine Talfahrt fort. Vorläufiger Tiefpunkt ist der Rausschmiss aus der Regierungskoalition in Brandenburg. Zuvor haben hochrangige Funktionsträger Partei und Fraktion verlassen. Die Übriggebliebenen wittern Verrat und sogar einen Putsch.
Judith Porath, der Geschäftsführerin des Opferperspektive e.V.
2025/49 Small Talk Judith Porath, Verein Opferperspektive, im Gespräch über ausbleibende Finanzierungs­mittel

»Die einzige Anlaufstelle in der Lausitz, die die Perspektive der Opfer einnimmt, muss dann schließen«

Die Antidiskriminierungsberatung Brandenburg bietet Menschen, die Ungleichbehandlung erleben, eine unabhängige Anlaufstelle. Bisher hat sich die Beratungsstelle hauptsächlich über Fördermittel von Bund und Land finanziert, die nun aber auslaufen. Die »Jungle World« sprach darüber mit Judith Porath, der Geschäftsführerin des Opferperspektive e.V., unter deren Dach die Beratung stattfindet.
Beschädigter Briefkasten des Hausprojekts Zelle79
2025/15 Small Talk Caroline Schmitt und Fabi Buchholz, Zelle79 in Cottbus, im Gespräch über rechtsextreme Angriffe auf ihr Hausprojekt

»Junge unbekannte Leute mit Bock auf Eskalation«

In der Nacht vom 28. zum 29. März wurde das linke Hausprojekt Zelle79 in Cottbus angegriffen. Eine Gruppe vermummter Personen bewarf das Haus in der Nacht zweimal mit Pflastersteinen und rief rechtsextreme Parolen. In jüngster Zeit häufen sich Angriffe auf linke und alternative Projekte in Südbrandenburg. Die Jungle World sprach darüber mit Caroline Schmitt und Fabi Buchholz von der Zelle79.
Sahra Wagenknecht auf der Demonstration »Waffen nieder« am 3. Oktober in Berlin
2024/45 Thema Katja Wolf steht mit ihrem landespolitischen Pragmatismus im BSW allein da

Jungle+ Artikel Befriedete Friedenspartei

Das im Januar als Partei gegründete Bündnis Sahra Wagenknecht könnte in drei Bundesländern regieren. Doch die Parteigründerin und Namensgeberin Sahra Wagenknecht interessiert sich weniger für Lehrerstellen, Kitas und Nahverkehr als dafür, sich für die Bundestagswahl als Gegnerin von Waffenlieferungen an die Ukraine zu profilieren.
Macht sich wegen der Wahlergebnisse Sorgen: Dawid Statnik, Vorsitzender der Domowina, dem Dachverband der sorbischen Vereine
2024/43 Antifa Anfeindungen und Gewalt gegen die sorbische Minderheit in der Lausitz nehmen zu

Jungle+ Artikel Die Lausitz wird rauer

Die hohen Ergebnisse der AfD bei den Landtagswahlen in Brandenburg und Sachsen bereiten der sorbischen Minderheit Sorge. Seit Jahren nehmen Anfeindungen und Gewalt gegen sie zu. In Görlitz versuchte die AfD-Fraktion, das Amt des Beauftragten der Sorben abzuschaffen.
Selbstsicher voran. Sahra Wagenknecht auf dem Weg zu einer Pressekonferenz im Reichstagsgebäude am 15. Oktober
2024/43 Inland Das BSW stellt vor Länderkoalitionsverhandlungen Bedingungen an SPD und CDU

Wagenknecht marschiert durch die Länder

Das Bündnis Sahra Wagenknecht wurde bei seinen ersten drei Land­tags­wahlen im Osten Deutschlands jeweils drittstärkste Kraft. CDU und SPD sind auf die Partei angewiesen, wenn sie unabhängig von der AfD regieren wollen. Das BSW nutzt seine Position und stellt die ersten Forderungen.