Seite 16Hintergrund

Desaster oder Zukunft Wasserfarben
2026/32 Der Global Justice Report

Pikettys Plan gegen das Desaster

Bessere Daseinsfürsorge, halbierte Arbeitszeiten und ein bewohnbarer Planet: Dem »Global Justice Report« von 45 Autor:innen um den Ökonomen Thomas Piketty zufolge ist das machbar, wenn man sich weltweit ans Vermögen der Milliardäre heranwagt. Als wichtigstes Instrument zur Restrukturierung der Weltwirtschaft sollen zwei riesige Fonds fungieren.
Demonstration am 14. Juli 2018 in Hamburg anlässlich der Verurteilung von Beate Zschäpe
2026/26 25. Jahrestag des NSU-Mordes an Süleyman Taşköprü

Der fehlende Untersuchungsausschuss

Am Samstag ist es genau 25 Jahre her, dass der NSU in Hamburg Süleyman Taşköprü ermordete. Bis heute ist Hamburg das einzige Bundesland, in dem der NSU gemordet hat und in dem es dazu keinen Parlamentarischen Untersuchungsausschuss gab. Nicht nur Taşköprüs Angehörige kritisieren das scharf.
Protestierende
2026/23 Im ukrainischen Parlament geht die Angst vor den Antikorruptionsbehörden um

Jungle+ Artikel Die Bekämpfung der Symptome

Die ukrainischen Strafverfolgungsbehörden haben Andrij Jermak, den ehemaligen Leiter des Büros von Präsident Wolodymyr Selenskyj, ­festgenommen und angeklagt. Doch die strafrechtliche Verfolgung einzelner korrupter hochrangiger Staatsvertreter ändert nichts an der Krise des ukrainischen Regierungsmodells.
Moderner Acker, der von einem Traktor gedüngt wird
2026/22 Die Blockade der Straße von Hormuz droht, eine weltweite Nahrungskrise auszulösen

Jungle+ Artikel Der Preis des Kunstdüngers

Die Blockade der Straße von Hormuz, steigende Düngerpreise und der Klimawandel drohen, eine weltweite Nahrungskrise auszulösen. Die spätkapitalistische Landwirtschaft hängt existentiell von fossilen Energieträgern ab und produziert nicht nur Nahrung, sondern zugleich die Bedingungen ihrer eigenen Destabilisierung.
Ulrike Meinhofs Stilisierung zur Ikone: Transparent im Protestcamp gegen die Wiederaufarbeitungsanlage Wackersdorf 1985/86
2026/19 50 Jahre nach dem Tod Ulrike Meinhofs – Kritik an den gängigen linken Darstellungen der RAF-Suizide

Jungle+ Artikel Tod in Stammheim

In der Nacht zum 9. Mai 1976 nahm sich Ulrike Meinhof im Gefängnis Stuttgart-Stammheim das Leben. Im Herbst 1977 folgten weitere Suizide von RAF-Gefangenen, die als Staatsmorde inszeniert wurden. Stephanie Barts Roman »Erzählung zur Sache« schildert die Tode als Morde. Ihre Romanfigur »Ensslin« träumt ihre Erhängung und äußert dabei Freude darauf, das eigene Begräbnis könne »Widerstand entfalten«. Für solche RAF-apologetischen Darstellungen beruft sich die Autorin auf Peter Weiss und dessen »Ästhetik des Widerstands« – zu Unrecht.
Collage aus Exportgütern, Politikerbildern und Schlagzeilen
2026/17 Der kriselnden deutschen Wirtschaft helfen Mehrarbeit und Sozialkürzungen nichts

Jungle+ Artikel Arbeitskult und Abstiegsdrohung

Die unionsgeführte Bundesregierung scheitert mit ihrem Versuch, das Wirtschaftswachstum mit veralteten Rezepten zu fördern. Deshalb wird sich die wirtschaftliche Lage in Deutschland wohl weiter verschlechtern, was den Ressentiments gegen Minderheiten neue Nahrung geben dürfte.
Collage Italien Wahl
2026/14 Justizreform in Italien

Jungle+ Artikel Melonis Macht bekommt Risse

Das Herzensprojekt der rechts-rechtsextremen Regierungskoalition von Giorgia Meloni ist gescheitert. In einem Referendum haben sich die Italiener mehrheitlich gegen die umstrittene Justizreform entschieden. Diese Niederlage führte bereits zu ersten Rücktritten in der Regierung und könnte deren weitere Pläne für einen autoritären Staatsumbau bremsen.