Beiträge zu UNO

S-w-Foto von Ephraim Kishon, der Richtung Kamera zeigt
2025/49 dschungel Ephraim Kishon wiedergelesen

Jungle+ Artikel »Wie Israel sich die Sympathien der Welt verscherzte«

Der israelische Schriftsteller Ephraim Kishon war ein ebenso entschiedener wie hellsichtiger Kritiker der Nahost-Politik der Vereinten Nationen. In seiner berühmten Uno-Satire von 1956, »Wie Israel sich die Sympathien der Welt verscherzte«, greift er die Erfahrung auf, dass die militärische Selbstverteidigung des Judenstaats nur zum Preis seiner weltweiten Ächtung zu haben war.
Mitte April griffen Truppen der Rapid Response Forces das Flüchtlingslager Zamzam bei al-Fashir im Bundesstaat Darfur an und zerstörten es größtenteils
2025/35 Thema Die sudanesischen Kriegsparteien und ihre ausländischen Unterstützer

Jungle+ Artikel Waffen statt Hilfsgüter

Regionale Mächte fachen den Bürgerkrieg im Sudan von außen an und unterstützen Konfliktparteien, allen voran die Vereinigten Arabischen Emirate. Während Millionen Zivilisten auf der Flucht sind und sich die Hungersnot verschärft, verringern westliche Staaten die humanitäre Hilfe.
Yannay Spitzer
2025/34 Thema Yannay ­Spitzer, Wirtschaftshistoriker, im Gespräch über die Ursachen des Hungers im Gaza-Streifen

Jungle+ Artikel »Wer Geld, Waffen und Macht hat, bekommt mehr«

Seit 2023 erwiesen sich Behauptungen über Hungersnöte im Gaza-Streifen immer wieder als falsch. Doch in diesem Sommer verschlechterte sich die Versorgungslage tatsächlich dramatisch, warnte bereits vor Wochen der Wirtschaftshistoriker Yannay Spitzer. Im Interview mit der »Jungle World« erläutert er, welche Verantwortung die israelische Regierung für die Hungerkrise trägt, wie es jetzt um die Versorgungslage bestellt ist und wie internationale Medien, Hilfs­organisationen und die UN ein verzerrtes Bild der Lage zeichnen.
Die Bronzeplastik »Triumph der Arbeit« vor dem Hauptsitz der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) und des Internationalen Arbeitsamtes in Genf. Die Skulptur ist ein Geschenk Indiens.
2025/15 dschungel Den in der Schweizer Stadt ansässigen UN- und Nichtregierungsorganisationen droht der Kahlschlag

Genf und die Krise der Uno

Ärzte ohne Grenzen, das Flüchtlingshilfswerk UNHCR und die Internationale Arbeitsorganisation ILO haben ihren Sitz in Genf. Die Stadt ist das europäische Zentrum der UN- und Nichtregierungsorganisationen. Mit der Streichung von Geldern nicht nur durch die Regierung Trump rollt in diesem Frühjahr eine Entlassungswelle auf die Funktionäre des Humanitarismus zu. Auf dem Spiel stehen neben gutdotierten Stellen vor allem die in aller Welt benötigten Hilfen – und nicht zuletzt der Multilateralismus selbst.
Lehrte 27 Jahre an der ­Sorbonne: Vladimir ­Jankélévitch, 1976
2025/10 dschungel Politische Interventionen für Israel, gegen die UN und gegen das Vergessen der Shoah

Jungle+ Artikel Der Geist des Widerstands

»Das Verzeihen ist in den Todeslagern gestorben« – mit diesem Satz begründete der französische Philosoph Vladimir Jankélévitch seine unnachgiebige Haltung gegenüber den Deutschen nach dem Nationalsozialismus. Seine politischen Interventionen in Form von Artikeln und Reden, in denen er über die Résistance, Antisemitismus und Rassismus und die Erinnerung an die Shoah schrieb, sind nun zum ersten Mal auf Deutsch erschienen. In den drei hier publizierten Texten stehen Jankélévitchs Engagement für Israel, gegen die Vereinten Nationen und gegen das Vergessen im Mittelpunkt.
Herbert Kickl bei einem FPÖ-Neujahrstreffen, 18. Januar in Vösendorf
2025/04 Thema Die außenpolitische Bedeutungslosigkeit Österreichs mindert die von einer FPÖ-­Regierung ausgehende Gefahr

Reflexion auf die Grenze der Politik

Ein von Herbert Kickl in einer Koalition von FPÖ und ÖVP regiertes Österreich kann in der Weltpolitik kaum so viel Schaden anrichten, wie es bereits in zur Übertreibung neigenden Befürchtungen geäußert wird. Dafür ist Österreich zu unbedeutend.
Am Ende dauert es einfach zu lange. Das galt für die Cop16 in Cali genau wie es für den Artenschutz allgemein gilt
2024/45 Hotspot Bei der UN-Biodiversitätskonferenz wurde nichts beschlossen, was Finanzierungs­zusagen erfordert hätte

Planlos in Cali

Allein während der Cop16, der UN-Konferenz zu Biodiversität in der kolumbianischen Stadt Cali, sind statistisch betrachtet fast 2.000 Tier- und Pflanzenarten ausgestorben. Doch wichtige Beschlüsse mussten vertagt werden, weil viele Delegierte ärmerer Staaten aus Kostengründen bereits abgereist waren.
nsicht der Ausstellung »Eyewitness: Hungarian Photography in the 20th Century« in der Royal Academy of Arts in London, 2011
2024/36 dschungel Auszug aus dem Buch »Pazifismus – ein Irrweg?«

Jungle+ Artikel Krieg und Frieden und Weltvernichtung: Was ist eigentlich Pazifismus?

Bemerkenswert spät in der Menschheitsgeschichte kommt die Idee des ­Pazifismus auf. Anstelle von Krieg propagiert Pazifismus Verhandlungen und Diplomatie, bisweilen auch passiven Widerstand. Durch die Friedens­bewegung der siebziger und achtziger Jahre wurden diese Gedanken in der Öffentlichkeit populär und erfreuen sich in Deutschland noch immer großer Beliebtheit. Derzeit sind im Zuge des Kriegs in der Ukraine vielfach Stimmen zu hören, die jegliche militärische Unterstützung des angegriffenen Landes ablehnen. Mehrheitsfähig ist das jedoch bislang nicht. Ein Auszug aus dem Buch »Pazifismus – ein Irrweg?«
»Ein paar Mann mit Raketenwerfern zielten auf die Jeeps.« Paul Kagame später im Jahr 1994 bei Unterredungen mit dem damaligen US-Verteidigungsminister William Perry
2024/16 Thema Die »internationale Gemeinschaft« leistete dem Völkermord an den Tutsi Vorschub

French Connection

Die »internationale Gemeinschaft« versäumte es 1994 nicht nur, etwas gegen den Völkermord in Ruanda zu unternehmen. Sie versuchte sogar, die einzige Kraft zu bremsen, die gegen die »génocidaires« vorging.
Abd al-Aziz al-Wasil
2024/14 Hotspot Der saudische UN-Botschafter Abd al-Aziz al-Wasil wird UN-Frauenbeauftragter

Miserable Bilanz

Bock zum Gärtner gemacht: Der saudi-arabische UN-Botschafter Abd al-Aziz al-Wasil wird neuer Vorsitzender der Kommission für den Status der Frauen. Dabei gebe es eine »große Kluft« zwischen den Bestrebungen der UN-Kommission und der »gelebten Realität für Frauen und Mädchen in Saudi-Arabien«, wie Kritiker:innen monieren.
»Temporäres« Hilfswerk seit einem Dreivierteljahrhundert. UNRWA-Schule in Gaza, 1965
2024/05 Hotspot Das Hilfswerk UNRWA fördert seit ­einem Dreivierteljahrhundert den palästinensischen Antisemitismus

Geduldete Hetze

Dass Angestellte der UNRWA sich am 7. Oktober an den antisemitischen Massenmorden in Israel beteiligten, ist keine Überraschung. Die »internationale Gemeinschaft« trägt über die Finanzierung der UN-Organisation für palästinensische Flüchtlinge eine erhebliche Mitverantwortung für den palästinensischen Antisemitismus.