Artikel von Hannah Wettig

Genitalverstümmelung Besteck
Inland Von Genitalverstümmelung betroffene Frauen finden nur schwer angemessene Behandlung

Die schwierige Suche nach Hilfe

Fast hätte in München eine der ganz wenigen auf weibliche Genital­ver­stümmelung spezialisierten Frauenarztpraxen in Deutschland schließen müssen. Spendenaufrufe kurz vor Weihnachten haben das verhindert. Für die Zehntausenden hierzulande betroffenen Frauen ist es weiter­hin schwierig, angemessene Behandlung zu finden. Von mehr...
dschungel Wie das deutsche Feuilleton auf die Proteste im Iran gegen den Kopftuchzwang reagiert

Wind of Change

Unermüdlich wurde das Kopftuch in deutschen Zeitungen zum Symbol von Diversität und feministischer Selbstermächtigung stilisiert. Der mutige Kampf der Frauen im Iran gegen die Verschleierung passt nicht so recht zu dieser Argumentation. Von mehr...
Carline Fourest
dschungel Caroline Fourest verteidigt in ihrem neuen Buch den Laizismus

Vive la Laïcité

Die französische Publizistin und »Charlie Hebdo«-Kolumnistin Caroline Fourest hat ein Buch über den Laizismus geschrieben. Dieser, so legt sie dar, wird von rechten wie linken Identitätspolitikern permanent angegriffen, manche Funktionsträger sehen ihn gar als Grund für Radikalisierung von Muslimen an. Fourest aber hält ihn für den richtigen Weg, dem Fundamentalismus die Stirn zu bieten. Von mehr...
Tupoka Ogette
dschungel Tupoka Ogettes »Und jetzt du« lässt sich mit seinen antirassistischen Tipps sehr viel Zeit

Sich entschuldigen und Danke sagen

Antirassismus als Lifestyle-Ratgeber, so ließe sich das neue Buch von Tupoka Ogette ­zusammenfassen. In »Und jetzt du« gibt die Trainerin und Autorin Tipps für eine rassismus­kritische Lebensführung, ist aber mehr darauf aus, dass sich ihre Leser schämen, als dass sie etwas über Rassismus begreifen. Von mehr...
Small Talk Small Talk mit Elisabeth ­Gernhardt von Terre des Femmes über sogenannte Ehrenmorde

»Streng patriarchale Strukturen«

Zwei Brüder sollen ihre Schwester Maryam H. im Juli vergangenen Jahres wegen ihres »zu westlichen« Lebensstils getötet haben, unter anderem habe sie sich den Vorschriften ihrer Brüder widersetzt. Die Afghanin lebte mit ihren zwei Kindern in Berlin. Anfang März begann der Prozess gegen die mutmaßlichen Täter. Die »Jungle World« sprach mit Elisabeth Gernhardt von der Frauenrechtsorganisation Terre des Femmes über den Fall. Small Talk Von mehr...
Viele ausgelegte bunte Tücher
Inland Eine neue Studie über konfrontative Religionsbekundung an Berliner Schulen

Das Kopftuch stört den Schulfrieden

Eine Studie an Schulen im Berliner Bezirk Neukölln zeigt, dass Kinder aus konservativ-muslimischen Familien Druck auf ihre Mitschülerinnen und Mitschüler ausüben. Mobbing gegen alevitische und liberal-muslimische Kinder gehört an manchen Schulen zum Alltag. Kommentar Von mehr...
Die Hatun-Sürücü-Brücke in Berlin-Neukölln mit dem Strel Hotel im Hintergrund
Inland Femizid und Ehren­mord sind nicht das Gleiche

Mord im Namen der Familie

Femizid oder Ehrenmord – das ist der jüngste Streit um Begrifflichkeiten im Wahlkampf. Die Bezeichnung Ehren­mord ist verwirrend und problematisch, doch tatsächlich treffend. Wer nur von Femizid spricht, verkennt das Motiv und ignoriert einen großen Teil der Opfer. Kommentar Von mehr...
Ausland Die Lage im Libanon ein Jahr nach der Explosion im Hafen von Beirut

Untergang ohne Ende

Ein Jahr nach der Explosion am Beiruter Hafen verharrt die politische Kaste des Libanon in Selbstzerfleischung, während die Menschen hungern. Viele hoffen auf eine Revolution. Doch auch ein Militär­putsch scheint möglich. Von mehr...
Im Vordergrund drei Personen in Dirndl, im Hintergrund das Reichtagsgebäude
dschungel Rezension des Romans »Die Kandidatin« von Constantin Schreiber

Diverse Identitäre

Constantin Schreiber knöpft sich in seinem turbulenten Roman »Die Kandidatin« die Debatten über Vielfalt vor. Bei der Lektüre vergeht einem das Lachen schnell. Ist das noch Satire? Von mehr...
Inland Der Anschlag von Würzburg erweist Misogynie als Terrormotiv

Jihad und Psyche

Der Anschlag in Würzburg wirft viele Fragen auf. Islamismus, Frauenfeindlichkeit und psychische Auffälligkeiten schließen sich als Erklärungsansätze nicht aus. Kommentar Von mehr...