Beiträge zu Ausstellung

Audiokassetten aus der Sammlung Lanzmann
2025/50 dschungel Das Jüdische Museum Berlin präsentiert Ausschnitte aus Claude Lanzmanns Audio-Archiv

Im Dienst der Wahrheit

Vor den Dreharbeiten für seinen Dokumentarfilm »Shoah« führte Claude Lanzmann zusammen mit seinen Mitarbeiterinnen Corinna Coulmas und Irena Steinfeldt-Levy unzählige Vorgespräche, die aufgezeichnet wurden. Einen kleinen Einblick in dieses umfassende Audioarchiv gibt nun eine Ausstellung im Jüdischen Museum Berlin.
In der Ausstellung gezeigte, in Plastik verpackte Uniformen
2025/50 dschungel Die Künstlerin Dominique Hurth forscht über Zwangsarbeit in der Modeindustrie des Nationalsozialismus

Jungle+ Artikel Die Verstrickungen der Bekleidungsindustrie

Seit einigen Jahren betreibt die Künstlerin Dominique Hurth Recherche zum Zusammenhang zwischen Modeindustrie, Zwangsarbeit und der Rolle von Frauen im Nationalsozialismus. Deren Ergebnisse sind derzeit in Stuttgart in der Ausstellung »Privathandtaschen dürfen zum Außendienst nicht mitgetragen werden« zu sehen.
Gemälde von Sigrid Kopfermann; Foto der Malerin
2025/48 dschungel Peter Ulrich Hein, Buchautor, im Gespräch über die Nachkriegsmalerin Sigrid Kopfermann

»Sie war sich ihrer selbst sehr sicher«

Das sogenannte Informel, die wichtigste Strömung der abstrakten Kunst der Nachkriegszeit, wurde auch von Frauen geprägt, wie eine Ausstellung in Hagen derzeit zeigt. Eine der ausgestellten Künstlerinnen ist die Malerin Sigrid Kopfermann. Der Soziologe und Kunstwissenschaftler Peter Ulrich Hein, der eine Monographie über die Künstlerin geschrieben hat, zeichnet im Gespräch mit der »Jungle World« das Leben der unkonventionellen Kopfermann nach und beschreibt, welche Rolle sie in der westdeutschen Nachkriegsmoderne einnahm.
Irma Sterns »Maid in Uniform« von 1955 in der Ausstellung im Brücke-Museum Berlin
2025/41 dschungel Wie eine Ausstellung über die Expressionistin Irma Stern die Künstlerin antirassistisch delegitimiert

Jungle+ Artikel Der Theoriemode geopfert

Die jüdische Malerin Irma Stern war eine wichtige Vertreterin des Expressionismus. In ihrer Heimat Südafrika ist sie weitaus bekannter als in Deutschland, dem Geburtsort ihrer Eltern, wo sie zeitweise lebte. Eine Ausstellung in Berlin widmet sich Stern nun unter identitätspolitischen Vorzeichen und verschleiert und verzerrt die Bio­graphie der Künstlerin.
Ohne Titel (»Die Fledermaus«)
2025/37 dschungel Die frühen Collagen der feministischen Künstlerin

Jungle+ Artikel Sarah Schumann – Schockcollagen 1957–1964

Die Künstlerin Sarah Schumann fertigte ab Mitte der fünfziger Jahre über 140 Collagen an, deren Material Zeitschriftenabbildungen, illustrierte Bücher und eigene Fotografien waren. In ihnen zeigte sich ihr feministischer Impetus zum ersten Mal. Ganze 90 dieser Collagen sind nun zu einem Band zusammengefasst worden, die Bilder sind zudem in einer Ausstellung in Berlin zu sehen.
Vor dem Nachthimmel in Prizren. Installation von Nathan Coley: »I Don’t Have Another Land« (2022)
2025/30 dschungel Die fünfte Ausgabe der Autostada-Biennale in Prizren hat begonnen

Alle auf A

Mit den Mitteln der zeitgenössischen Kunst will die Autostrada ­Biennale im kosovarischen Prizren die lokalen Communitys stärken. Die gerade eröffnete fünfte Ausgabe der Ausstellung auf einem ehemaligen KFOR-Stützpunkt trotzt drohenden Kürzungen und hat sich dennoch ihre Leichtigkeit bewahrt.
Neben der Kobaltmine. »Children’s Game #29: La roue«, Demokratische Republik Kongo, 2021
2025/25 dschungel Francis Alÿs’ Ausstellung »Kids Take Over« in Köln

Trotzige Phantasie

Die Videoarbeiten der Serie »Children’s Games« des Multimediakünstlers Francis Alÿs, die derzeit in Köln zu sehen sind, sind mehr als eine ethnographische Studie. Sie zeigen mit emphatischem Blick spielende Kinder – und rücken dadurch auch ihre Lebensverhältnisse sowie ihre Phantasie ins Bild.