Artikel über Ausstellung

»Schwarze Menschen als Opfer des Nationalsozialismus«. Pierrette Herzberger-Fofana vor einer der Ausstellungstafeln
Small Talk Tim Müller, Verband Deutscher Sinti und Roma Baden-Württemberg, im Gespräch über eine Ausstellung zur Verfolgung schwarzer Menschen im Nationalsozialismus

»Diesen Menschen wurde großes Unrecht angetan«

In Mannheim ist im Kulturzentrum Romno Kher des Verbandes Deutscher Sinti und Roma Baden-Württemberg (VDSR-BW) noch bis zum 22. Februar eine Ausstellung über das Leben und die Verfolgung schwarzer Menschen im Nationalsozialismus zu sehen. Kuratiert wurde die Ausstellung von der Europaabgeordneten Pierrette Herzberger-Fofana (Grüne), die sich schon lange mit schwarzen Menschen als vergessenen Opfern des Nationalsozialismus beschäftigt. Die Nationalsozialisten ermordeten etwa 3.000 schwarze Menschen. Die »Jungle World« sprach mit Tim Müller, dem wissenschaftlichen Leiter des VDSR-BW, über die Solidarität unter den Opfergruppen des Nationalsozia­lismus. Small Talk Von mehr...
Multisensuale Vermittlung. Der Nachbau der Bahnhofshalle der Grand Central Station in New York City im Auswanderermuseum in Bremerhaven
dschungel Auswandern aus Deutschland: Früher flohen die Armen, heute gehen die Wohlhabenderen

Nie wieder Deutschland?

Die Einwanderung nach Deutschland befindet sich auf einem Höchststand. Darüber wird oft vergessen, dass auch die Auswanderung aus Deutschland auf einem hohem Niveau liegt. Wer geht und warum? Im Auswanderermuseum Bremerhaven wird die Frage historisch ­eingeordnet. Von mehr...
Blick in die Ausstellung »Flashes of Memory«, in der Mitte der Leuchttisch mit thematisch nicht sortierten Aufnahmen
dschungel Eine Ausstellung in Berlin zeigt Aufnahmen aus der Zeit des Nationalsozialismus

Fotografieren unter Lebensgefahr

Eine Ausstellung in Berlin zeigt Fotografien aus der Zeit des Nationalsozialismus – darunter nicht nur Propagandabilder, sondern auch Aufnahmen, die Juden heimlich in den Ghettos machten. Von mehr...
Ingeborg Bachmann, 1964
dschungel Eine Ausstellung in Wien erinnert an Ingeborg Bachmanns Werk und Person

Geheimsprachen und Todesarten

Vor 50 Jahren starb Ingeborg Bachmann. Wie in ihrem Werk die Geschlechterdifferenz und der ­Nationalsozialismus auftauchten, welche Freundschaften zu jüdischen Intellektuellen wie Paul Celan sie pflegte und wie sich ihr Ruhm als Dichterin einstellte, davon erzählt derzeit eine Ausstellung in Wien. Von mehr...
T-Shirt von »Partizan Rothschild« (First Vienna FC 1894), 2018
dschungel »Superjuden« im Fußball: Was macht einen jüdischen Club aus?

»Einig Spiel führt zum Ziel«

Die Ausstellung »Superjuden. Jüdische Identität im Fußballstadion« in Wien dokumentiert die Geschichte der Clubs First Vienna FC 1894, FK Austria Wien und SC Hakoah Wien, zudem die des FC Bayern München, von Ajax Amsterdam und Tottenham Hotspur FC. Außerdem geht es um die nicht einfach zu beantwortende Frage, was denn einen »jüdischen Club« ausmacht. Von mehr...
Studioaufnahme der Installation »Self-Obliteration«
dschungel Die Retrospektive »1945 bis heute« im Guggenheim-Museum in Bilbao würdigt die lange verkannte Künstlerin

Yayoi Kusamas Obsession mit Punkten

Das Guggenheim Museum Bilbao präsentiert Bilder, Zeichnungen, Skulpturen und Installationen Yayoi Kusamas in einer großen Retrospektive. »1945 bis heute« zeigt das einzigartige Avantgarde-Universum der 94jährigen japanischen Künstlerin, die zu den Pionieren der Gegenkulturszene der sechziger Jahre in New York zählt, aber viel zu lange verkannt wurde. Von mehr...
Installation  »An Air Aquarium« von Otto Piene
dschungel Eine Ausstellung in der Frankfurter Schirn widmet sich Kunststoffen in der Industrie, im Alltag und in der Kunst

Der Schmelz des Plastik

Preiswert in der Herstellung, vielfältig verwendbar: Im Zuge des Massenkonsums erlebten synthetische Stoffe ihren Durchbruch, Plastik wurde ein Symbol der Angestelltenkultur in den fünfziger Jahren. Über die Probleme für Umwelt und Gesundheit wurde nicht nachgedacht. Die Kunsthalle Schirn widmet dem »Plastic Age« eine große Ausstellung. Von mehr...
Fotografie von Mahmoud Dabdoub aus den achtziger Jahren
dschungel Eine Ausstellung in Leipzig zeigt Künstler, die als Migranten in der DDR lebten

Sozialistischer Realismus und sozialistische Realität

Bis heute ist die Migration in die DDR ein unterbelichtetes Thema. Eine neue Ausstellung im Leipziger Museum der Bildenden Künste widmet sich nun erstmals der Kunst von Migrantinnen und Migranten, die in die DDR kamen – und offenbart dabei einen Alltag zwischen künstlerischem Schaffensdrang und virulentem Rassismus. Von mehr...
Bolzender ­Junge in ­Bochum
Sport Auf Besuch bei einer Schau übers Kicken im Pott

Dem Ruhrgebiet sein Fußball

Im Ruhr-Museum in Essen wurde die Ausstellung »Mythos und Moderne. Fußball im Ruhrgebiet« eröffnet. Sie zeichnet mit Hunderten Fotos die Geschichte des Fußballs zwischen Duisburg und Dortmund nach. Von mehr...
»CP-D-Winkelstück-041« von Charlotte Posenenske
dschungel Im Lenbachhaus in München dreht sich eine Ausstellung um die Documenta

»Es gibt keinen Grund für die Documenta«

Das Münchner Lenbachhaus zeigt in der Ausstellung »Was von 100 Tagen übrig blieb … « künstlerische Arbeiten aus seiner Sammlung, von denen jede auch auf einer Documenta zu sehen war. Dabei blendet sie die Documenta 15 aber aus. Von mehr...
Adorno rezitierender Tiger im Supermarkt
dschungel Die Geschichte des Kapitalismus - von ihrem Ende her erzählt

Zum Weltuntergang läuft Ambient-Pop

Die Ausstellung »When We Are Gone« in der Völklinger Hütte zeigt die opulenten Videoinstallationen des Medienkünstlers Julian Rosefeldt. Von mehr...
Filmbild aus »Doku Mind Matrix«
dschungel Der Künstler Lu Yang kreiert Avatare

Virtuelle Unsterblichkeit

In Berlin zeigt der Künstler Yu Lang eine Ausstellung, in deren Multimediaarbeiten immer wieder Avatare von ihm selbst auftauchen. Diese künstlichen Alter Egos sind derzeit nicht nur in der bildenden Kunst sehr beliebt. Von mehr...
Sanja Ivekovic Gen XX
dschungel Warum für Sanja Iveković Kunst und Politik zusammengehören

Perlen für die Partisanin

Sie war die erste Künstlerin Jugoslawiens, die sich als Feministin bezeichnete: Sanja Iveković untersucht in ihren Collagen die Repräsentation von Frauen, Geschichte und Gewalt in den Massenmedien. Die Kunsthalle Wien zeigt in der Ausstellung »Works of Heart 1974–2022« Arbeiten aus allen Werkphasen der Künstlerin, für die Aktivismus und Kunst schon immer zusammengehörten. Von mehr...
Zigarrenetui von Karl Marx
dschungel Die Ausstellung über Karl Marx im Deutschen Historischen Museum in Berlin

Riechen am Schweißstein

Eine Ausstellung im Deutschen Historischen Museum in Berlin widmet sich dem Leben von Karl Marx und versucht zugleich, den Kapitalismus des 19. Jahrhunderts erfahrbar zu machen. Von mehr...
Monika Andres im Zeitungskostüm, fotografiert von Claus Bach, 1988
dschungel Eine Ausstellung würdigt die Künstlerinnengruppe Erfurt

Den Farbfilm nicht vergessen

Super-8-Aufnahmen, Fotografien, Performances, Modenschauen, Manifeste und experimentelle Musik: Eine Ausstellung in Berlin zeigt die Arbeiten des subversiven Frauenkollektivs Künstlerinnengruppe Erfurt. Von mehr...