Beiträge zu rechte Gewalt

Wandgemälde am Eugeniu-Botnari-Platz in Berlin-Lichtenberg
2026/38 Antifa 10. Todestag von Eugeniu Botnari

Keine Lebensleistung

Am 20. September 2016 starb Eugeniu Botnari. Drei Tage zuvor war er in Berlin-Lichtenberg brutal zusammengeschlagen worden. Seit Jahren weisen antifaschistische Initiativen beharrlich auf die sozialdarwinistischen und rassistischen Motive des Täters hin. Doch bis heute hat der deutsche Staat Botnari nicht als Todesopfer rechter Gewalt anerkannt. Selbst die Erinnerung an ihn ist einigen ein Dorn im Auge. Nun jährt sich die Tat zum zehnten Mal.
Demonstration am 14. Juli 2018 in Hamburg anlässlich der Verurteilung von Beate Zschäpe
2026/26 Hintergrund 25. Jahrestag des NSU-Mordes an Süleyman Taşköprü

Der fehlende Untersuchungsausschuss

Am Samstag ist es genau 25 Jahre her, dass der NSU in Hamburg Süleyman Taşköprü ermordete. Bis heute ist Hamburg das einzige Bundesland, in dem der NSU gemordet hat und in dem es dazu keinen Parlamentarischen Untersuchungsausschuss gab. Nicht nur Taşköprüs Angehörige kritisieren das scharf.
Theresa Lauß
2026/18 Small Talk Theresa Lauß, Beratungsstelle Ezra, im Gespräch über die Situation in Thüringen

»Wir erleben eine Eskalation rechtsextremer Gewalt«

Die Opferberatungsstelle Ezra feiert dieser Tage ihr 15jähriges Bestehen. Neben der Beratung Betroffener rechtsextremer Gewalt führt Ezra eine Chronik über rassistische und antisemitische Übergriffe in Thüringen. Die »Jungle World« sprach mit Theresa Lauß, derzeit noch Beraterin und ab Mai Projektleiterin der Beratungsstelle, über die Entwicklung ihrer Arbeit.
Demo mit Transpi "Kein Vergessen"
2026/10 Interview Alice Baumgartner, Politikwissenschaftlerin, im Gespräch über den rechtsextremen Bomben­terror im Österreich der Neunziger

»Die Erinnerung läuft nur über den Täternamen«

Die Initiative Antifaschistisches Gedenken arbeitet zum rechtsextremen Bombenterror der neunziger Jahre in Österreich. Zwischen 1993 und 1996 wurden 25 Briefbomben versendet und drei Rohrbomben gelegt. Vier Menschen kamen deshalb ums Leben, 15 weitere wurden teils schwer verletzt. Die »Jungle World« sprach mit Alice Baumgartner von der Initiative über den Bombenterror und die Broschüre »Versäumte Erinnerung?«, die Anfang März neu erscheint.
Fahne der FAP
2026/01 Inland Vor 35 Jahren wurde der Wohnungslose Lothar Fischer von einem Rechtsextremen getötet

Tödlicher Terror gegen Obdachlose

An Silvester vor 35 Jahren wurde der Wohnungslose Lothar Fischer von einem Nazi-Skinhead getötet. Von staatlichen Stellen wird die Tat bis heute nicht als rechtsextrem gewertet – bei solchen Fällen keine Seltenheit. Eine Kolumne über Wohnungs- und Obdachlosigkeit.