Beiträge zu Belarus

Mikola Dziadok
2025/49 Interview Mikola Dziadok, bela­russischer Anarchist, im Gespräch über seine Haftzeit, Foltermethoden und politische Fehleinschätzungen

»Die Häftlinge sollen gebrochen werden«

Im September wurde der belarussische Anarchist und Journalist Mikola Dziadok durch Vermittlung der US-Regierung nach fünf Jahren aus dem Gefängnis in Belarus entlassen, zusammen mit anderen politischen Gefangenen, darunter Oppositionelle, Journalisten und regierungskritische Demonstranten. Die »Jungle World« sprach mit Dziadok über seine Zeit in Haft, Foltermethoden und fatale politische Fehleinschätzungen.
Rassistischer Aufmarsch der rechtsextremen Ruch Narodowy
2025/47 Antifa Neonazismus im östlichen Teil des Kontinents wird hierzulande kaum beachtet

Jungle+ Artikel Blick nach Osteuropa

Es gibt mittlerweile eine Vielzahl an Filmen über die sogenannten Baseballschlägerjahre in Ostdeutschland. Die filmische Aufarbeitung trägt zu einem gesellschaftlichen Verständnis dieser Zeit bei. Rudimentär bleibt hingegen das Wissen über rechtsextreme Gewalt in anderen postsozialistischen Ländern zur selben Zeit; das zeigt sich auch an der Rezeption der Filme dazu.
Kundgebung mit israelischer und ukrainischer Fahne
2025/33 dschungel Wie Ukraine-Krieg und 7. Oktober sich auf Juden in Deutschland auswirken

Jungle+ Artikel Zwischen Hammer und Amboss

Die vom Tikvah-Institut herausgegebene Interviewstudie »Zwischen Hammer und Amboss. Auswirkungen des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine und des Terrorangriffs der Hamas auf Israel auf jüdisches Leben in Deutschland« führt in die Situation russischsprachiger Jüdinnen und Juden in Deutschland ein. Im Vordergrund steht dabei, welche Erfahrungen sie im Land der Täter im Zusammenhang mit dem Krieg gegen die Ukraine, dem Terror gegen Israel und mit Antisemitismus gemacht haben. Der hier veröffentlichte Auszug aus der im Verlag Nomos erschienenen Studie beschäftigt sich mit dem Antisemitismus in den Herkunftsgesellschaften.
Oxana (Albina Korzh): »Ich werde die Welt verändern«
2025/30 dschungel Charlène Favier porträtiert die Femen-Mitbegründerin Oksana Schatschko

Verlorene Ikone

Mit nacktem Oberkörper und wütendem Gesichtsausdruck gegen Sexismus, Korruption und Polizeigewalt. Charlène Favier porträtiert in einem intensiven Film die ukrainische Aktivistin und Künstlerin Oksana Schatschko. Ohne die Femen-Bewegung zu glorifizieren, würdigt »Oxana« die visionäre Kraft ihrer Mitbegründerin.
Mahnmal für die im Zweiten Weltkrieg von SS und Wehrmacht ausgelöschten »Feuerdörfer« in Belarus
2025/25 Interview Thomas Weiler, Übersetzer, im Gespräch über seine Arbeit an dem Buch »Feuerdörfer«, das von den Kriegsverbrechen der Wehrmacht in ­Belarus handelt

Jungle+ Artikel »Geholfen hat mir die Fokussierung auf das Sprachliche«

Die »Jungle World« sprach mit Thomas Weiler über seine Arbeit an der Übersetzung des Buchs »Ich bin aus einem Feuerdorf« von Ales Adamowitsch – eine Collage von Berichten Überlebender aus belarussischen Dörfern, die von den Nazis zu Tausenden niedergebrannt wurden.
Demonstranten und Einsatzkräfte der Sonderpolizei OMON stehen sich am Unabhängigkeitsplatz in Minsk gegenüber. Die Demonstranten drängen weiterhin auf den Rücktritt von Präsident Lukaschenko.
2025/17 Interview Ingo Petz, Osteuropa­experte, im Gespräch über Repression in Belarus und die Arbeit der Exilopposition

»Das Regime hat panische Angst«

Die »Jungle World« sprach mit dem Journalisten und Osteuropa­experten Ingo Petz über Repression in Belarus, die Aktivitäten der Opposition im Exil und sein Mitte März erschienenes Buch »Rasender Stillstand: Belarus – eine Revolution und die Folgen«.
Alexander Friedman
2025/16 Interview Alexander Friedman, Historiker, im Gespräch über den belarussischen Geheimdienst KGB

»Oft ist das Mittel schlicht Folter«

Die Furcht vor Spitzeln und Informanten des KGB gehört in Belarus und der belarussischen Diaspora zum Alltag. Die »Jungle World« sprach mit dem Historiker Alexander Friedman über die Methoden der Geheimpolizei, die Motive von Denunzianten und die berechtigen Ängste belarussischer Oppositioneller.
Demonstration vor dem Bezirksgericht Hajnówka, wo der Prozess am 28. Januar gegen fünf Flüchtlingshelfer:innen begann
2025/09 Interview Aleksandra Chrzanowska, NGO Stowarzyszenie Interwencji Prawnej, im Gespräch über fünf in Polen angeklagte Flüchtlingshelfer

»Uns ging es darum, dass die Menschen überleben«

In Polen stehen fünf mit der Grupa Granica verbundene Aktivist:innen vor Gericht, die Flüchtlingen an der polnisch-belarussischen Grenze humanitäre Hilfe geleistet haben. Ihnen drohen bis zu fünf Jahre Haft. Die Kriminalisierung von Flüchtlingshilfe steht im Kontext der unter der PiS-Regierung eingeführten restriktiven polnischen Asylpolitik, die auch die liberale Regierungskoalition unter Ministerpräsident Donald Tusk weiterverfolgt. Die »Jungle World« sprach mit Aleksandra Chrzanowska über den Prozess gegen die Flüchtlingshelfer:innen und die Rolle der Regierung sowie der sie tragenden Parteien.
Der Zahlungsstopp trifft viele Sparten der ukrainischen Gesellschaft. Mitarbeiter bei der Übergabe von Saatgut, März 2024
2025/07 Ausland Ukrainische und exilrussische Medien hängen zum großen Teil von der Finanzierung durch die USAID ab

Mediale Krise

Der Zahlungsstopp der US-Behörde für Entwicklungshilfe trifft auch ukrainische und exilrussische Medien. Zwei bekannte exilrussische Oppositionelle kompensieren einen Teil der ausbleibenden Zahlungen vorübergehend aus ihrem privaten Vermögen – und sorgen damit auch für Kritik.