Beiträge zu Militärjunta

 Protest gegen die Entlassung der Leiterinnen des Programms zur Suche nach Verschwundenen während der Pinochet-Diktatur
2026/18 Ausland Der Geschichtsrevisionismus der Regierungen in Chile und Argentinien

Unliebsame Erinnerung eingespart

Der neue chilenische Präsident José Antonio Kast ist ein Apologet der Pinochet-Diktatur und hat ein Gedenkstättenprojekt auf dem Gebiet der berüchtigten Colonia Dignidad eingestellt. Ähnliches spielt sich in Argentinien ab, wo Präsident Javier Milei fordert, die Erinnerung an die Militärdiktatur um die Erinnerung an den sogenannten Linksterrorismus zu ergänzen.
Sasteria
2026/16 Reportage Bürgerkrieg in Guatemala

Den Mantel des Schweigens lüften

In Quetzaltenango entsteht auf dem Gelände einer ehemaligen Militärkaserne ein Museum, das an die Verbrechen im guatemaltekischen Bürgerkrieg erinnert, der vor 30 Jahren endete. Eine Gruppe junger Ehrenamtlicher rekonstruiert, was dort geschah: Folter durch Regierungstruppen, Morde und Verschwindenlassen in Tausenden Fällen.
General Assimi Goïta, Staatspräsident Malis, beim Gipfel der Allianz der Sahelstaaten (AES) am 23. Dezember in Bamako
2026/04 Thema Étienne Fakaba Sissoko, malischer Oppositioneller, im Gespräch über das Versagen der Militärjunta im Kampf gegen die Jihadisten

»Eine implizite Kohabitation«

Malis Militärregime hatte versprochen, mit Hilfe Russlands die Jihadisten der JNIM zurückzudrängen. Étienne Fakaba Sissoko der Sprecher der neu gegründeten oppositionellen Koalition der Kräfte für die Republik (CFR), kritisiert im Gespräch mit der »Jungle World« die Tendenz des Regimes, sich mit den Jihadisten zu arrangieren.
Protest in Madagaskars Hauptstadt
2025/44 Ausland Auf Madagaskar hat das Militär die Macht übernommen

Vom Meuterer zum Präsidenten

Nach den sozialen Protesten auf Madagaskar hat eine militärische Übergangsregierung die Macht übernommen. Die Protestbewegung sieht das mit gemischten Gefühlen. Während die Beziehungen des Inselstaats zu Frankreich angespannt sind, deuten erste Anzeichen auf eine Annäherung der neuen Machthaber an Russland hin.
Die Schneiderwerkstatt in Polen, sitzend auf dem Hocker Isaac Rosencof, der Vater von Mauricio Rosencof
2024/35 dschungel Ein Auszug aus dem Roman »Das Schweigen meines Vaters«

Jungle+ Artikel Die Welten des Mauricio Rosencof

In seinem jetzt auf Deutsch bei Assoziation A erscheinenden Roman »Das Schweigen meines Vaters« verbindet Mauricio Rosencof seine Erfahrungen als Gefangener der Militärdiktatur in Urugay mit der Geschichte seiner Familie. Es geht um seine Eltern, die Anfang der dreißiger Jahre vor dem Antisemitismus aus Polen flüchteten, aber auch um die Erinnerung an jene Familienmitglieder, die dort geblieben waren und wenige Jahre später von den Deutschen im Holocaust ermordet wurden.
Griechenland
2021/11 Hintergrund Ein Gespräch mit Aristotelis Sarrikostas, Fotoreporter, über Polizeigewalt gegen Journalisten

»Keine Regierung kann die Verbrei­tung von Fotos stoppen«

1973 lieferte Sarrikostas der Weltöffentlichkeit die Bilder von der Erstürmung des Polytchnikums durch Truppen der Junta. Mittlerweile 83, ist er noch immer beruflich aktiv und kritisiert die Bestrebungen der konservativen Regierung zur Einschränkung der Pressefreiheit.