Der Plan von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU), den Ausbau erneuerbarer Energien zu verteuern, ist ein weiterer Vorstoß der Bundesregierung, um Klimaschutzmaßnahmen zu verzögern.
Die Labour-Regierung treibt den Ausbau erneuerbarer Energien voran. Die rechten Oppositionsparteien verlangen stattdessen, die Klimaziele aufzugeben. Sie verweisen auf die hohen Strompreise, dabei liegen die eher am teuren Erdgas.
Seit über zwei Jahren zerstören russische Luftangriffe die ukrainische Energieinfrastruktur, seit März werden gezielt Kraftwerke beschossen. Schon jetzt gibt es landesweit Stromausfälle und die ukrainische Bevölkerung wird aufgefordert, sich auf einen Winter mit stark eingeschränkter Stromversorgung vorzubereiten.
Die Großindustrie klagt über zu hohe Stromkosten. Deshalb will Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) den Industriestrompreis noch mehr subventionieren, als es bisher schon geschieht.
Die Bundesregierung stellt wegen der stark gestiegenen Energiepreise 200 Milliarden Euro unter anderem für die Unterstützung der deutschen Industrie in Aussicht. Die Bedingungen dafür sind bisher intransparent und räumen den Unternehmen viele Freiräume ein, die sich lukrativ ausnutzen ließen.
Heizen ist neuerdings ein Trendthema, über das sich alle Welt unterhält wie früher über den neuen Wong-Kar-wai-Streifen oder die neue Tocotronic-Scheibe.
Etliche Billigstromanbieter haben ihren Kunden kurzfristig die Verträge gekündigt. Grund sind die steigenden Energiepreise, deretwegen das Geschäftsmodell nicht mehr funktioniert.