Beiträge von Christopher Wimmer

Mensch auf Fahrrad
2026/07 Inland Die Bürgergeldreform gefährdet die, die bereits unter Armut und Ausgrenzung leiden

An den Ärmsten sparen

Die Bundesregierung preist die sogenannte neue Grundsicherung als modern und effizient. Kritiker warnen hingegen vor einer Verschärfung von Sanktionen, Druck und Kontrolle. Die Reform trifft demnach besonders jene Menschen, die ohnehin bereits unter Armut und Ausgrenzung leiden oder körperlich und psychisch beeinträchtigt sind.
Arbeiterinnen und Arbeiter von TAM nach Feierabend, Maribor
2026/07 dschungel Die Rätebewegung in Jugoslawien

Jungle+ Artikel Alles muss man selber machen

Unmittelbare Selbstverwaltung – das ist der Wunsch, der sich in Paris 1870/1871, im frühen 20. Jahrhundert oder nun auch in Rojava in Form von Räten ausdrückt. Christopher Wimmer erläutert in seinem Buch »Alles muss man selber machen« detailliert die Geschichte der Rätebewegung und geht im Kapitel »Die jugoslawische Selbstverwaltung« auf den Titoismus ein, der sich früh von Moskau lossagte und sich bemühte, die Macht zu dezentralisieren.
Regierungstruppen vor dem Einrücken in die Stadt Qamishli am 3. Februar
2026/06 Thema Die autonomen Gebiete in Nord- und Ostsyrien werden in den syrischen Staat eingegliedert

Rojava droht das Ende

Die syrische Zentralregierung und die kurdisch dominierte Demokratische Selbstverwaltung Nord- und Ostsyriens haben sich auf ein Abkommen geeinigt, das vorsieht, die Truppen Rojavas dem Kommando der syrischen Armee zu unterstellen, und Rechte für die kurdische Bevölkerung verspricht, sonst aber vieles im Unklaren belässt. Insbesondere Minderheiten wie Yeziden befürchten neue islamistische Gewalt.
Fließband in einer Ford-Fabrik in Highland Park, Michigan
2026/03 Interview Nicole Mayer-Ahuja, Soziologin, im Gespräch über solidarische Arbeitspolitik

»Die Bedingungen für Solidarisierung sind nicht günstig«

Soziale Spaltungen und Belastungen sind der Arbeitssoziologin Nicole Mayer-Ahuja zufolge nicht nur historische Relikte, sondern unmittelbar erfahrbar im heutigen Arbeitsalltag. Die »Jungle World« sprach mit ihr darüber, wie sich Klassenspaltung durch Lohnarbeit in der Gegenwart ausprägt und wie solidarische Politik aussehen kann.
Viele junge Protestierende
2025/42 Thema Weltweite Gen-Z-Proteste – was steckt dahinter?

Von den sozialen Medien auf die Straße

Die sogenannten Gen-Z-Proteste, die sich in unterschiedlichen Weltregionen gegen Korruption, Einschränkungen der Informations­freiheit und wirtschaftliche Perspektivlosigkeit richten, haben augenscheinliche Gemeinsamkeiten. Die Protestierenden sind meist Anfang 20 oder jünger, kommen aus den urbanen Zentren, nutzen soziale Medien und nehmen meist erstmals an politischen Aktionen teil.
Aktivisten entrollen auf dem Brandenburger Tor ein Transparent mit der Aufschrift «Für Demokratie in Syrien - Rojava verteidigen» als Symbol der Solidarität mit den kurdischen Gebieten in Syrien.
2025/02 Interview Rosheen Mahmoud, Co-Vorsitzende des Volksrats von Euphrat, im Gespräch über die drohenden türkischen Angriffe auf Kobanê

»Es ist ein Zermürbungskrieg«

Das nordsyrische Kobanê wurde 2014 zu einem Symbol im Kampf gegen den »Islamischen Staat« (IS). Damals wurde die Stadt vom IS belagert, ihr östlicher Teil überwiegend zerstört und die Bevölkerung floh in die Türkei. 2015 kehrten viele zurück und bauten Kobanê wieder auf. Derzeit ist die Stadt wieder bedroht, diesmal durch Angriffe von islamistischen Söldnern und türkischen Truppen. Die »Jungle World« sprach mit Rosheen Mahmoud, der Co-Vorsitzenden des Volksrats der föderalen Region Euphrat in der Autonomen Selbstverwaltung Nord- und Ostsyrien (Rojava).