Vor 100 Jahren erschien Hitlers Propagandaschrift »Mein Kampf«. Zunächst ein absoluter Flop, erreichte sie im Lauf der nationalsozialistischen Herrschaft Massenauflagen; um die zwölf Millionen Exemplare wurden in Deutschland bis Kriegsende schätzungsweise gedruckt. Die »Jungle World« sprach mit dem französischen Übersetzer Olivier Mannoni über seine Mitarbeit an der kritischen Neuübersetzung ins Französische, die Unverständlichkeit von Hitlers Sprache und darüber, wie die nationalsozialistische Sprache dauerhaft in den politischen Wortschatz eingesickert ist – und noch die Gegenwart prägt.