Beiträge von Thomas von der Osten-Sacken

Freitag, 04.09.2026 / 23:07 Uhr

Irakischer Milizführer gibt zu, 2019 Tausende Demonstranten getötet zu haben

Bis die Coronapandemie ihnen ein Ende setzte, demonstrierten im Winter 2019/20 monatelang Hunderttausende Irakis gegen ihre Regierung und vor allem auch den iranischen Einfluss im Land.

Sicherheitskräfte gingen damals mit äußerster Brutalität gegen die Protestierenden vor - unterstützt auch von verschiedenen schiitischen Milizen. Der Chef der Badr Brigaden, eine der größten und gefürchtetsten dieser Milizen, Hadi al-Amiri hat nun zugegeben, dass von ihnen Tausende getötet wurden:

Montag, 24.08.2026 / 22:23 Uhr

Assads Mufti zu lebenslanger Haft verurteilt

Ein Gericht hat den ehemaligen Großmufti von Damaskus zu lebenslanger Haft verurteilt.

Die Zeiten ändern sich. Man denke an vor knapp zwanzig Jahren, als Ahmed Badr al-Din Hassun, der Mufti von Damaskus in Deutschland weilte und auch vor dem Bundestag auftrat. Damals verfasste Bundesverband deutsch-syrischer Kulturvereine, der aus seiner Nähe zum Assad-Regime nie ein Hehl machte, folgende Pressemitteilung:

Freitag, 14.08.2026 / 22:36 Uhr

Libanesisches Parlament beschließt die Abschaffung der Todesstrafe

Mit Ausnahme der mit dem Iran verbündeten schiitischen Hisbollah stimmten alle Parteien im libanesischen Parlament in Beirut für die Abschaffung der Todesstrafe.

Was im libanesischen Parlament am 11. August geschah, kann durchaus als ein Meilenstein in der Geschichte des Nahen Ostens bezeichnet werden.

Dienstag, 04.08.2026 / 12:00 Uhr

Die Kurden, Ahmedinejad und der israelische Plan, das Regime in Teheran zu stürzen

Viel ist in den letzten Monaten gerätselt worden, welche Pläne Israel ursprünglich im Krieg gegen den Iran verfolgt hat. Bis heute stochert man im Nebel herum und versucht Puzzleteilchen zusammen zu setzen. Sehr hilfreich ist nun eine in Ynet erschienene längere Reportage von Nadav Eyal, die zu lesen sich unbedingt lohnt.

Hier einige Auszüge:

Sonntag, 02.08.2026 / 17:44 Uhr

USA ziehen ohne Ankündigung Luftabwehr aus Irakisch-Kurdistan ab

Offenbar ziehen die USA und andere westliche Länder ihre Luftabwehr aus der irakisch-kurdischen Hauptstadt Erbil ab, ein Schritt, der dort mit großer Sorge verfolgt wird.

Zur Erinnerung: In den letzten sechs Monaten sind Ziele in Irakisch-Kurdistan mit mehr als tausend Drohnen und Raketen angegriffen worden. Diese reichten von Stellungen iranisch-kurdischer Oppositionsparteien über Gebäude in den großen Städten bis zu Hotels und militärischen Einrichtungen.

Freitag, 17.07.2026 / 11:50 Uhr

Zwölf Jahre nach dem Völkermord: Keine Perspektive für Jesidinnen und Jesiden im Irak

Auch zwölf Jahre nach dem Völkermord durch den Islamischen Staat (IS) leben noch immer große Teile der jesidischen Bevölkerung im Irak in Camps.

Gestern hat mich das Schweizer Radio länger über die Lage von Jesidinnen und Jesiden im Irak interviewt. Das kann man hier nachhören.