Von Tunis nach Teheran

Sonntag, 13.09.2026 / 13:29 Uhr

Jemen: Für das iranische Regime ein Grund zu feiern

Stolz präsentieren die Houthis erbeutete amerikanische Waffen und Militärfahrzeuge. Die Eroberung Mokhas ist derweil ein geostrategisches Worse Case Szenario für Saudi Arabien.

Es war 2014 und die Jihadisten des Islamischen Staates rückten ohne auf großen Widerstand zu stoßen unaufhörlich vor. Voller Entsetzen verfolgte man, dass ihnen die Millionenstadt Mosul im Irak quasi kampflos in die Hände fiel.

Samstag, 12.09.2026 / 21:48 Uhr

Die Lehre aus dem Wahltriumph der AfD in Sachsen-Anhalt für die iranische Opposition im Exil

Gastbeitrag von Kazem Moussavi

Einige Überlegungen nach dem Wahlsieg der AFD.

Als deutscher Staatsbürger iranischer Herkunft und seit Jahrzehnten im Exil in Deutschland bin ich vom triumphalen Wahlsieg der AfD, des strategischen politischen Partners des Mullah-Regimes, in Sachsen-Anhalt zutiefst schockiert. Ich fühle mich als Fremder abgestempelt und dadurch in Deutschland existenziell bedroht.

Freitag, 11.09.2026 / 18:17 Uhr

Zensur im Iran – Wenn das Internet zur Grenze wird

Gastbeitrag von Azadi Berlin e. V.

Das Internet im Iran ist vielfältiger staatlicher Kontrolle ausgesetzt, was enorme Folgen für die Bevölkerung hat.

Eine Nachricht an die Familie schicken, nachsehen, was in der eigenen Stadt passiert, ein Video auf YouTube ansehen oder mit Freund*innen im Ausland sprechen: Was für die meisten Menschen selbstverständlich zum Alltag gehört, kann im Iran an einer unsichtbaren Grenze enden.

Freitag, 11.09.2026 / 10:40 Uhr

Houthis nehmen Mokha ein und rücken an das Tor zum Roten Meer vor

Die vom Iran unterstützten Huthis haben mit der Einnahme der wichtigen Hafenstadt Mokha und der Eroberung der Strategisch bedeutsamen Insel Dschabal Zaqrb die Kontrolle über einen wichtigsten Zugangspunkt zur Meerenge Bab al-Mandab am südlichen Ende des Roten Meeres erlangt. 

Vier Jahre lang war der Krieg im Jemen nicht beendet, sondern nur leiser geworden.

Donnerstag, 10.09.2026 / 12:17 Uhr

Der Krieg im Jemen weitet sich aus

Zwischen Somalia, Dschibuti, Eritrea und Sudan entsteht kein geschlossenes Imperium – aber etwas womöglich Nützlicheres: ein bewegliches Geflecht aus Schmugglern, Mittelsmännern, bewaffneten Gruppen und politischen Zweckgemeinschaften.

Im Herbst 2024 wird in Mukalla im Süden Jemens ein Mann festgenommen, dessen Geschichte die politische Geografie des Roten Meeres auf eigentümliche Weise verkleinert.

Mittwoch, 09.09.2026 / 12:52 Uhr

7/10: Was wusste Netanyahu?

Gastbeitrag von Hagalil

Die israelische Tageszeitung Haaretz veröffentlichte einen Artikel, in dem erklärt wird, der israelische Premier sei Wochen vor den Massakern des 7. Oktobers vom Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate gewarnt worden.

Der Wahlkampf in Israel läuft auf vollen Touren. Bis zum gestrigen Dienstag konnten die zur Knesset-Wahl am 27.

Montag, 07.09.2026 / 22:45 Uhr

Werden kurdische Fraueneinheiten doch in syrische Sicherheitskräfte integriert?

Im Rahmen der Integration kurdischer Einheiten in den syrischen Staat stand lange die Frage im Raum, was mit den Fraueneinheiten, den Women's Protection Units (YPJ), geschehen würde, denn die Interimsregierung von al-Sharaa weigerte sich, sie in die Armee zu übernehmen.

Nun scheint sich eine Lösung gefunden zu haben:

Freitag, 04.09.2026 / 23:07 Uhr

Irakischer Milizführer gibt zu, 2019 Tausende Demonstranten getötet zu haben

Bis die Coronapandemie ihnen ein Ende setzte, demonstrierten im Winter 2019/20 monatelang Hunderttausende Irakis gegen ihre Regierung und vor allem auch den iranischen Einfluss im Land.

Sicherheitskräfte gingen damals mit äußerster Brutalität gegen die Protestierenden vor - unterstützt auch von verschiedenen schiitischen Milizen. Der Chef der Badr Brigaden, eine der größten und gefürchtetsten dieser Milizen, Hadi al-Amiri hat nun zugegeben, dass von ihnen Tausende getötet wurden:

Freitag, 04.09.2026 / 22:48 Uhr

Hinter jeder Zahl steht ein Mensch: Das Massaker von 1988 und die Gewalt des Mullah-Regimes bis heute

Gastbeitrag von Kazem Moussavi

In diesen Tagen gedenken die Familien der Opfer im Iran und politische Kräfte im Exil des 38. Jahrestages des Massakers an politischen Gefangenen im Sommer 1988. Das Gedenken fällt 2026 auf den siebten Monat nach der blutigen Niederschlagung der Proteste auf den Straßen des Iran im Januar 2026.

Mittwoch, 02.09.2026 / 21:48 Uhr

Die Front endet nicht an Sudans Grenzen

Söldner aus Kolumbien, Drohnen aus Iran, Goldgeschäfte mit russischen Netzwerken und Luftbrücken über Nachbarstaaten: Der Krieg zwischen RSF und Armee ist sudanesisch in seinen Ursachen – und international in seiner materiellen Infrastruktur.

Ein kolumbianischer Pass liegt im Staub von Nord-Darfur. Im November 2024 stoppt eine mit der sudanesischen Armee verbündete Koalition einen Konvoi, der aus Libyen gekommen ist. Ein Kämpfer filmt Dokumente und Munition.

Montag, 31.08.2026 / 22:45 Uhr

Deutschland und die Taliban - das nächste Kapitel

Hilft die Bundesregierung den Radikalislamisten, Finanzsanktionen zu umgehen?

Das Verhältnis der deutschen Bundesregierung zu den Taliban ist leider alles andere als klar. Man könnte auch sagen, es ist von erheblichen Widersprüchen und Ungereimtheiten geprägt. Das verwundert, sind doch vor noch nicht allzu langer Zeit Dutzende Bundeswehrsoldaten im Kampf gegen diese Terrorgruppe gefallen.

Montag, 31.08.2026 / 22:33 Uhr

Die "Jungle World" das Zentralorgan der "linksextremistischen Antideutschen"?

Gastbeitrag von Kazem Moussavi

Auf seiner Facebookseite veröffentliche Ex-Verfassungsschutzchef Hans Georg Maaßen einen Angriff und die Antideutschen und ihr "zentrale Publikationsorgan".

Hans-Georg Maaßen, ehemaliger Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, ist heute selbst ein Akteur des rechten politischen Spektrums. Er war Vorsitzender der Werteunion, gründete 2024 die Partei WerteUnion und erklärte, seine Partei kenne keine „Brandmauern“ gegenüber der AfD.