Von Tunis nach Teheran

Samstag, 28.03.2026 / 21:33 Uhr

Fast die Hälfte aller Iraner lebt unter Existenzminimum

Auslöser der Proteste im Iran Ende letzten Jahres war vor allem die schlechte wirtschaftliche Situation, gepaart mit regelmäßigen Stromausfällen und einem rapiden Währungsverfall. Im Dezember musste man erstmalig eine Million Rial für einen US-Dollar auf den Tisch des Wechslers legen. Dies ging einher mit einer rasanten Verteuerung, so dass schon damals Arbeiter und Angestellte klagten, ihre Gehälter reichten gerade einmal bis Mitte des Monats.

Freitag, 27.03.2026 / 22:43 Uhr

Logistik, die den Bürgerkrieg im Sudan schmiert

Die Bürgerkriegsparteien im Sudan, vor allem die berüchtigten Rapid Special Forces (RSF) erhalten Unterstützung aus vielen Quellen. Nur möchten die im Dunklen bleiben. So hat sich ein ganzes klandestines Logistiknetzwerk entwickelt.

Es gibt Kriege, die geführt werden, und es gibt Kriege, die organisiert werden. Der Unterschied liegt nicht in den Waffen, sondern in den Flugplänen.

Freitag, 27.03.2026 / 19:46 Uhr

Drohnen und Satellitenbilder: Russlands Hilfe für den Iran

Schon vor geraumer Zeit kam die Meldung, dass Russland seinem Verbündeten, der Islamischen Republik Iran im Krieg gegen die USA und Israel hilfreich zur Seite steht, indem es Satellitenbilder zur Verfügung stellt. Das berichtete damals das Wall Street Journal:

Russia has been expanding its intelligence sharing and military cooperation with Iran, providing satellite imagery and improved drone technology to aid Tehran’s targeting of U.S. forces in the region.

Donnerstag, 26.03.2026 / 21:58 Uhr

Asylpolitik: „Es ist falsch, Migration als Überbegriff zu benutzen“

In den vergangenen dreißig Jahren hat sich die europäische Flüchtlingspolitik gravierend verändert, was sich nicht zuletzt an der Entwicklung in Deutschland ablesen lässt. Ein Woxx-Gespräch mit Karl Kopp, dem Co-Geschäftsführer der Flüchtlingshilfsorganisation „Pro Asyl“.


 

Mittwoch, 25.03.2026 / 22:13 Uhr

Sudan im März 2026 – vor dem 3. Jahrestag eines Krieges, der Staat, Gesellschaft und Zukunft verschlingt

Im Sudan herrscht seit drei Jahren ein blutiger Bürgerkrieg. Nichts weist darauf hin, dass er in absehbarer Zeit beendet wird. Denn längst ist Krieg zum Normalzustand geworden, an dem auch unzählige Akteure bestens verdienen.

Im Sudan, kurz vor dem 15. April 2026, steht nichts zur Entscheidung. Weder militärisch noch politisch. Was sich entscheidet, ist etwas anderes: wie dauerhaft ein Staat verschwinden kann, ohne formell aufzuhören zu existieren.

Dienstag, 24.03.2026 / 22:50 Uhr

Über alleinige Souveränität Gottes: Die Doktorarbeit des iranischen Außenministers an einer britischen Universität

Der iranische Außenminister Seyed Abbas Araghtschi bietet einen tiefen Einblick in sein ideologisches Verständnis des »Politischen Islam«, indem er göttliche Souveränität über Volkssouveränität stellt und die iranische Verfassungsordnung als theokratisches Modell affirmativ wertet.

Montag, 23.03.2026 / 22:35 Uhr

Pakistan versus die Taliban: Der vergessene Krieg

Warum an der Grenze zwischen Pakistan und Afghanistan ein Konflikt eskaliert, den niemand sehen will

Während die Kameras nach Teheran schwenken, wo Bomben die Schlagzeilen diktieren, wird weiter östlich eines älteren Geschäfts betrieben: Krieg als Gewohnheit, Grenze als Fiktion, Wahrheit als Kollateralschaden. Man könnte sagen: nichts Neues. Und hätte damit recht – und unrecht zugleich. Denn neu ist nicht der Krieg.

Sonntag, 22.03.2026 / 22:56 Uhr

Am Abgrund der Eskalation: Drei Wochen Krieg gegen die Islamische Republik Iran und kein Ausweg in Sicht

Drohungen, Raketen, Energiekrise – und eine Welt, die zwischen Eskalation und Eigeninteressen laviert.

Drei Wochen nach Beginn des Krieges im März nehmen die Spannungen weiter zu, und die Gefahr schwerer militärischer Auseinandersetzungen wächst von Tag zu Tag.

Donnerstag, 19.03.2026 / 22:51 Uhr

Der Bürgerkrieg im Sudan – einfache Antworten, komplexe Wirklichkeit

Einfache Antworten auf grundlegende Fragen, ergänzt durch wichtige Details und Hintergründe

Es gibt Kriege, die werden erklärt. Und es gibt Kriege, die werden entschuldigt. Der Sudan gehört zur zweiten Kategorie. Kaum jemand bestreitet, dass dort seit April 2023 ein Bürgerkrieg tobt. Aber fast jeder liefert eine andere Begründung, warum das so sein musste. Machtkampf, Ethnien, Gold, Geopolitik – eine Auswahl wie im gut sortierten Feuilleton der Weltpolitik.