Gastbeitrag von Antje C. Naujoks

Innerhalb von drei Wochen erlebte Israel acht Terroranschläge, mehrheitlich verübt in Jerusalem. Der Anschlag in der Großstadt Be’er Sheva war der blutigste in dieser Reihe.

 

Für fast zehn lange Minuten spielten sich nervenzerrüttende Szenen bei einem Anschlag in einem Freilufteinkaufszentrum in der südisraelischen Stadt Be’er Sheva ab. Kurz nach Anlaufen der TV-Sondersendungen tauchten auch von Umstehenden gefilmte Video-Clips auf.

Nach einem Wochenende mit einem weiteren arabischen Todesopfer, trat erstmals die von der neuen Regierung ins Leben gerufene Behörde zur Bekämpfung von Verbrechen in der arabischen Gesellschaft zusammen. 

 

Das Wort „Boged“ – Verräter – weckt in der israelischen Gesellschaft Erinnerungen an das Jahr 1995. Da dieses Wort jedoch nicht bei allen Bürgern die gleichen Erinnerungen weckt, sah sich der Chef des Inlandsgeheimdienstes Shabak am Wochenende zu einer ungewöhnlichen Warnung veranlasst.