Homestory

Homestory #01

Alle Jahre wieder kommt ein neues Jahr. Aber wie lange kann Ihre kleine, aber feine Lieblingszeitung Ihnen, den treuen Leserinnen und Lesern, ein frohes neues Jahr wünschen?

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Oder ist es ein »frohes Neues Jahr«, das man zu wünschen hat? Keineswegs, denn das neue Jahr ist schließlich kein mehrteiliger Eigenname wie der Blaue Planet etwa, und auch keine fachsprachliche substantivische Wortgruppe wie die gute alte Dänische Dogge, sondern einfach nur das neue Jahr im Unterschied beispielsweise, zum alten. Ist die richtige Schreibweise erstmal geklärt, bleibt ­allerdings immer noch die Frage des richtigen Zeitpunkts beziehungsweise -raums für die Neujahrswünsche. Den Orientierungsrahmen dabei gibt nicht etwa der traditionelle chinesische Lunisolarkalender ab, nach dem der Termin des Neujahrs berechnet wird, neinnein, ganz klassisch orientieren wir uns an der Festsetzung des Neujahrstags im Jahr 1691 durch Papst Innozenz XII. auf den 1. Januar. Und das Problem dabei ist natürlich, dass diese Ausgabe erst nach dem 1. Januar, also nach Neujahr herauskommt, und vielleicht ist es dann schon zu spät für einen solchen frommen Wunsch, vielleicht ist es sogar ein Ausdruck von ganz schlechtem Stil, so spät damit um die Ecke zu kommen.

Glücklicherweise steht einem in dieser Frage Karrierecoach Carolin Lüdemann mit Rat und Tat zur Seite, damit mit den Neujahrswünschen und vor allem mit der Karriere nichts schiefgeht. Als Faustformel gilt, dass frohe Neujahrswünsche bis Mitte Januar okay sind, danach sei das neue Jahr bereits zu alt. So schnell kanns gehen mit dem Altern!

Grundsätzlich könnten sich die Redakteure und Redakteurinnen Ihrer Lieblingszeitung mit den Neujahrswünschen also noch locker Zeit lassen bis zur zweiten Ausgabe im neuen Jahr, die am 10. Januar herauskommen wird, und fast wäre sogar noch genügend Zeit, bis zur dritten zu warten, aber nur fast, denn nach der Faustformel wäre das neue Jahr dann bereits zwei Tage zu alt. Daran ändert auch nichts, dass diese frohen Neujahrswünsche Sie, liebe Leserinnen und Leser, schriftlich erreichen, auch wenn es nicht der klassische Weg via Neujahrspostkarte ist, mit der Sie wunschtechnisch beglückt werden.

Doch Grüße auf Papier, so der gute, karrieremäßig keinerlei Nachteile mit sich bringende Rat Carolin Lüdemanns, sollten Anfang ­Januar möglichst schnell in den Briefkasten, damit sie bis spätestens Monatsmitte auch sicher ankommen. Keine Zeit also für gemütliches Prokrastinieren, für den naheliegenden Gedanken, dass morgen ja auch noch ein Tag ist, kein Gedanke an Eile mit Weile, es ist höchste Zeit!

Also dann, liebe Leserinnen und Leser: frohes neues Jahr!