Nach Jahren der kollektiven Führung in Vietnam ist der Generalsekretär der Kommunistischen Partei, Tô Lâm, nun auch Staatspräsident und damit so mächtig wie lange kein vietnamesischer Politiker mehr. Außenpolitisch versucht er, den mächtigen Nachbarn China gewogen zu stimmen.
Die hohe Kunst der Diplomatie, die sich in der zwischenstaatlichen Kommunikation seit der späten Bronzezeit entwickelt hat, besteht nicht zuletzt darin, immer höfliche Formulierungen zu wählen.
Bislang galt die Anerkennung eines palästinensischen Staats ohne vorangegangenen diplomatischen Prozess in der europäischen Politik als verfrüht. Der nun von Frankreich und Großbritannien forcierte Richtungswechsel beugt sich innenpolitischem Druck und zielt darauf ab, die israelische Regierung zu Verhandlungen über eine Zweistaatenlösung zu drängen.