»Pursuit of happiness« war in den USA nie nur die Ideologie einer entfesselten Wettbewerbsgesellschaft, sondern immer auch Säkularisat religiöser Grundbestände der US-amerikanischen Zivilisation.
Als die USA vor 50 Jahren den 200. Verfassungsgeburtstag begingen, wurde auch die als progressiv angesehene »Irokesen-Einfluss-These« gefeiert. Inzwischen gilt sie als obsolet – und das hat ausnahmsweise nichts mit Donald Trump zu tun.
Die Amerikanische Revolution war der radikalste politische Akt der Neuzeit. Durch sie ist ein Versprechen auf die Welt gekommen, das noch einzulösen wäre.
Picknick, Parade, Feuerwerk: Die US-amerikanischen Traditionen, den Unabhängigkeitstag am 4. Juli zu begehen, haben einen quasimythischen Ursprung; als Metaphern und Topoi sind sie in Spielfilmen überaus präsent.
US-Präsident Donald Trump versucht, zum 250. Jahrestag der Staatsgründung am 4. Juli seinen autoritären Kurs ins Stadtbild von Washington, D.C., baulich einzuschreiben. Er trifft dabei auf hartnäckigen Widerstand.
Linke tun die Amerikanische Revolution heutzutage meist als irrelevant oder sogar reaktionär ab. Ein großes Missverständnis, von dem sie schon eine Marx-Lektüre heilen könnte.