Artikel von Jakob Hayner

TU
dschungel Das »Treffen in Tunix« von 1978 in Westberlin

Von wegen die tun nix

Das »Treffen in Tunix« fand vom 27. bis 29. Januar 1978 in Westberlin statt und verfolgte das Ziel, mit undogmatischen Linken, die sich weder mit den maoistischen K-Gruppen noch mit den sozialistischen Organisationen identifizierten, eine Gegenkultur zu etablieren. Rund 15 000 Teilnehmer nahmen an den Diskussionsveranstaltungen in der Technischen Universität (TU) teil. Infolge des Tunix-Kongresses kam es zu einer Vielzahl von Projektgründungen in der Frontstadt und der ganzen Bundesrepublik, weshalb das Treffen als Geburtsstunde der Alternativbewegung gilt. Mit dem nun am Berliner HAU Hebbel am Ufer stattfindenden Kongress »Wiedersehen in Tunix!« soll die Alternativ- und Projektkultur aus heutiger Sicht bewertet werden. Von mehr...
Franz Jung
dschungel Hanna Mittelstädt, Herausgeberin, über die Editionsgeschichte der Werke des kommunistischen Schriftstellers Franz Jung

»Jung wusste, was wichtig ist«

Hanna Mittelstädt, Mitgründerin der Edition Nautilus, hofft, dass sich die Linke von den Ideen des Schriftstellers Franz Jung inspirieren lässt. Interview Von mehr...
Brecht
dschungel Man sollte das Werk von Bertolt Brecht nicht mit seinen Gesundheitsproblemen in Verbindung bringen

Gebrechlicher Brecht

Stephen Parker zeichnet in seiner Biographie von Bertolt Brecht einen sexhungrigen und von seiner ­angeschlagenen Gesundheit getriebenen Dramatiker – und nivelliert so den politischen Gehalt von Brechts Werk. Von mehr...
New Babylon
dschungel Die Ausstellung über die Situationisten und ihre Verbindung zu 1968 im HKW Berlin

The Name of the Game

Zwischen 1957 und 1972 konzipierte die Situationistische Internationale eine »Revolutionäre Front in der Kultur«, dann gab die Gruppe ihre Selbstauflösung bekannt. Von der Spieltheorie lieh sich die Bewegung Elemente einer Kritik am Spektakel der Warengesellschaft. Im Kontext neoliberaler Durchdringung aller Lebensbereiche untersucht die Ausstellung »The Most Dangerous Game«, welche Gültigkeit die Ideen Guy Debords und seiner Mitstreiter heutzutage besitzen. Von mehr...
Platonow
dschungel Andrej Platonov schildert den Anfang des Kommunismus

Der schwere Start ins Paradies

In der Sowjetunion durfte das Buch lange nicht erscheinen, heute gilt es als ein Hauptwerk der russischen Literatur: In seinem 1928 abgeschlossenen Roman »Tschewengur« imaginiert Andrej Platonow den Beginn des Kommunismus und sein vorläufiges Scheitern. Von mehr...
Hanns Eisler
dschungel Hanns Eislers singende Arbeiter

Chor! Chor! Chor!

Über das Kollektive bei Hanns Eisler anlässlich seines 120. Geburtstags. Von mehr...
Trailerpark
dschungel Matthew Desmond begleitet das Leben US-amerikanischer Familien nach der Zwangsräumung

Endstation Trailerpark

Matthew Desmond zeigt in seiner aufrüttelnden Großreportage »Zwangsgeräumt«, wie die US-amerikanische Wohnungspolitik breite Bevölkerungsschichten in Armut stürzt. Von mehr...
 »Faust«
dschungel Das Berliner Theatertreffen spiegelt die Krise des Theater

Wenn der Nazi »Beeep« sagt

Die Gentrifizierung der Berliner Volksbühne ist mit dem Rücktritt von Chris Dercon aufgehalten. Die Krise des Theaters ist damit aber nicht beendet. Von mehr...
»Geächtet«, Burgtheater, Wien
dschungel Die kritischen Stücke des Dramatikers Ayad Akhtar zu Islam und Kapitalismus

Schwänke von der Krisenhaftigkeit der Welt

Endlich mal einer, der keine Angst vor komplexen Themen hat: Der US-amerikanische Dramatiker Ayad Akhtar bringt Islam- und Kapitalismuskritik auf die Bühne Von mehr...
Stalinallee  1961
dschungel Peter Hacks´»Marxistische Hinsichten«

Hacks und wie er die Welt sah

Politische Texte aus 40 Jahren, die in der Werkausgabe fehlen, aber auch unveröffentlichte Dokumente aus dem Nachlass von Peter Hacks versammelt der gerade erschienene Band »Marxistische Hinsichten«. Von mehr...