Eine kurdisch geführte Bodenoffensive im richtigen Moment hätte das iranische Regime womöglich ins Wanken bringen können. Doch die erratische Kommunikation der USA und die Außenpolitik der Türkei drohten, eine kurdische Operation zum Himmelfahrtskommando zu machen.
Die militärischen Auseinandersetzungen zwischen kurdischen Milizen und den Truppen der Regierung Ahmed al-Sharaas sind mit einem Abkommen beendet worden. Im arabisch geführten neuen Syrien sollen die Kurden nun auf politischem Weg für ihre Rechte kämpfen. Ihre Autonomie wurde ihnen genommen.
In der Türkei beginnt der Prozess gegen den inhaftierten Istanbuler Oberbürgermeister Ekrem İmamoğlu, den gefährlichsten Rivalen von Präsident Recep Tayyip Erdoğan.
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan geht gegen die stärkste Oppositionspartei, die sozialdemokratische CHP, vor. Diese feiert Wahlsiege und schwebt doch in der Gefahr, zur Scheinopposition degradiert zu werden.
Die Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) hat medienwirksam einige Waffen verbrannt. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan betrachtet das als historischen Sieg und versucht, eine Neuordnung der Region unter türkischer Führung durchzusetzen.
Die Auflösungserklärung der PKK ist ein historischer Schritt. Ob sie zu einer politischen Lösung der Kurdenfrage beitragen kann, hängt aber vor allem von der Bereitschaft der türkischen Regierung zu demokratischen Reformen ab.