Viele Pläne, wenig Geld
Schön am Strand liegen geht eigentlich immer
So viele Pläne, so wenig Sommer. Norwegen. Borkum. Oder diese andere Insel, wie heißt sie noch? Egal. Antwerpen. Wien. Österreich. Amsterdam. Kopenhagen. Texel. London. Island. Paris. Aachen. Und vielleicht doch auch mal wieder in die Berge, nachsehen, ob es da immer noch hauptsächlich hügelig ist oder ob man dort vielleicht doch interessantere Dinge tun kann als irgendwo, untermalt von Kuhglocken, hoch- und anschließend wieder herunterzulaufen. Und Japan, unbedingt mal nach Japan.
So ungefähr lauten Sommerpläne, jedenfalls ab ungefähr Ende Februar, wenn die Dunkelheit langsam endet, die Tage länger werden und bald alles möglich sein wird. Ein bisschen mehr Geld verdienen, dann klappt das schon, ganz bestimmt.
Blinder Eifer schadet nur. Nicht auszudenken, wenn man plötzlich feststellen würde, dass man eigentlich doch nicht woanders hinwill, sondern viel lieber den Sommer in Berlin genießen würde.
Ungefähr einen Monat später steht dann allerdings auch schon fest, dass, nein, das kann gar nicht alles klappen, ein paar Pläne müssen vermutlich aufs nächste Jahr verschoben werden. Hmmm, vielleicht doch besser noch mal einen Versuch starten, mit Rubbellosen einen Gewinn zu landen, obwohl die Dinger eine optische Zumutung sind? Oder drauf warten, dass die Jungle World reich und berühmt wird? Das sind schwierige Entscheidungen, die keinesfalls unüberlegt getroffen werden sollten, weswegen es am besten ist, erst mal nichts zu tun, außer dies und das und Artikel zu schreiben, natürlich.
Und dann ist es plötzlich auch schon April und nun wird es aber wirklich langsam Zeit, sich festzulegen. Langsam. Weil blinder Eifer schadet nur. Nicht auszudenken, wenn man plötzlich feststellen würde, dass man eigentlich doch nicht woanders hinwill, sondern viel lieber den Sommer in Berlin genießen würde.
Wobei, Kotzepfützchen. Auch nicht schön. Dann doch lieber weg sein. Schön am Strand liegen, interessante Fische beobachten und später welche in einem Restaurant aufessen. Das extra für den Sommer aufgesparte Buch mit Sonnencreme vollkleckern, sich die Zehen an einem tückischen Felsvorsprung aufreißen, während man dem von einer Windböe fortgerissenen schicken großen Sonnenhut nachjagt, schade, zu spät, da treibt er nun dahin. Wundervoll wird das, ganz wundervoll, wie jedes Jahr.