Jungle+ Artikel 05.03.2026
Die Repression gegen Fußballfans nimmt zu

Jagd auf Ultras

In den vergangenen Wochen wurden Fußball-Fans immer wieder von der Polizei bedrängt und am Besuch von Auswärtsspielen gehindert.

Jedes Wochenende aufs Neue treffen Polizei und Fußballfans aufeinander. Während die uniformierte Staatsmacht auf die Durchsetzung von Recht und Ordnung achtet, sind insbesondere die subkulturell und sportlich interessierten Anhänger dafür bekannt, gewisse Freiheiten in der Kurve etablieren zu wollen. In den vergangenen Monaten ist nun eine Eskalation von Seiten der Sicherheitsbehörden zu beobachten. Der Hintergrund dafür könnte der gescheiterte Versuch der Innenminister der Bundesländer im vergangenen Jahr sein, einen härteren Umgang mit Fans, die in Konflikt mit Stadionordnung und Gesetz geraten, durchzusetzen.

Ende vergangenen Jahres wollte die ständige Konferenz der Innenminister und -senatoren der Länder, kurz Innenministerkonferenz (IMK), eine konsequente und vor allem schnelle Umsetzung verhängter Stadionverbote erreichen sowie die Schaffung einer zentralen Stelle, die Stadionverbote bearbeitet. Außerdem sollten personalisierte Tickets und härtere Maßnahmen bei Verstößen gegen das Verbot von Pyrotechnik eingeführt werden. Die Innenminister gaben diese Vorhaben jedoch auf, was an den Protesten der Fans und dem zumindest eher zurückhaltend agierenden Deutschen Fußball-Bund (DFB) sowie der Deutschen Fußball-Liga (DFL) gelegen haben könnte.

Bundesweit berichten Fanhilfen von ausufernder Polizeigewalt und ruppigen Repressionsmaßnahmen.

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