Jungle+ Artikel 23.10.2025
Wie man die Macht der Gewaltbilder der Hamas brechen kann

Gewalt als Bild

Ihren Überfall auf Israel am 7. Oktober 2023 filmte die Hamas selbst – mit an ihren Helmen und Uniformen angebrachten Kameras. Das Massaker wurde zudem von Überwachungskameras aufgezeichnet. Wie umgehen mit solchen Bildern? Der Film- und Medienwissenschaftler Tobias Ebbrecht-Hartmann stellt sich in seinem als Buch erschienenen Essay »Gewalt als Bild« diese Frage. Er plädiert dafür, sich mit ihnen auseinanderzusetzen, und analysiert, wie mit Künstlicher Intelligenz oder Animation in Israel Bildwelten erschaffen werden, die dabei helfen, die Permanenz der Darstellung von Gewalt zu durchbrechen.

Und es bleiben, Bilder

Wie viele Menschen in Israel und dem Rest der Welt, die sich um das Schicksal der Geiseln in den Händen der Hamas sorgen, bin auch ich entsetzt und verstört, als ich Anfang September 2024 von der Ermordung von Hersh Goldberg-Polin, Ori Danino, Eden Yerushalmi, Almog Sarusi, Alexander Lobanov und Carmel Gat ­erfahre. Bald jährt sich der Angriff vom 7. Oktober 2023 zum ersten Mal, und noch immer ist dieser Tag im Bewusstsein vieler Israelis nicht vorbei. In Gaza herrscht ein furchtbarer Krieg, dem auch bereits einige der israelischen Geiseln zum Opfer gefallen sind, aber noch immer scheint der Plan der Hamas aufzugehen, die Gewalt weiter anzufachen und die tiefsitzende Angst anzuheizen. Auch jetzt sind es Bilder, die sich die Terrororganisation für ihren Plan zunutze macht.

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